Radio-Projekt gibt Spätaussiedlern eine Stimme

12.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ahaus Was haben Mikrofon und Integration miteinander zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel - außer, dass es sich in beiden Fällen um Fremdwörter handelt, die auf "on" enden? Mitarbeiter der Landesanstalt für Medien, des Ahauser Jugendamtes und der Volkshochschule/aktuelles forum wissen es besser: Das eine ermöglicht das andere.

Wer ins Mikro spricht und damit auf Sendung geht, wird nicht so leicht überhört: eine Erfahrung, die in Ahaus vor allem junge Spätaussiedler machen, die Hörspiele und Bürgerfunksendungen produzieren - mit Unterstützung des Projekts EuregioNETmedial.

So heißt das Netzwerk Medienkompetenz Münsterland, das jetzt drei Jahre besteht - und auch weiter bestehen bleibt, denn inzwischen steht fest, dass das ursprünglich zeitlich begrenzte Projekt fortgeführt werden kann.

Neben der Ahauser VHS und dem Jugendamt sind an diesem Projekt der Landesmedienanstalt Düsseldorf (LfM) Bildungseinrichtungen in Dülmen, Tecklenburg, Warendorf und Enschede beteiligt. Der Schwerpunkt in Ahaus liegt in der medienbezogenen Arbeit mit Spätaussiedlern (Jugendliche, Kinder, Eltern, Großeltern) mit dem Ziel der Förderung von Integration.

Vorbild für andere

Dies geschieht konkret in der anerkannten VHS-Radiowerkstatt und der Produktion von Hörfunksendungen im Rahmen des Bürgerfunks von Radio WMW.

Norbert Sander, Referent bei der Landesmedienanstalt zog nun eine positive Bilanz der ersten drei Jahre und stellte eine über 60 Seiten starke Dokumentation des Projekts vor. Das gute Modell mache inzwischen Schule: EuregioNETmedial diene als Impulsgeber für andere Regionen in Deutschland.

Die Dokumentation ist kostenlos erhältlich an der Geschäftsstelle des aktuellen forums, VHS, Te. (0 25 61)9 53 70. www.vhs-aktuellesforum.de

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