Radweg soll neu geregelt werden

Coesfelder Straße

Zwei schwere Unfälle auf der Coesfelder Straße haben vor einigen Wochen die Ahauser erschüttert. Eine Radfahrerin wurde von einem Auto erfasst und getötet, ein Mädchen wurde auf dem Fußgängerüberweg angefahren und schwer verletzt. Die Stadt hatte kurz darauf angekündigt, die Verkehrsführung in der Straße zu überarbeiten. Diese Planungen liegen jetzt vor. In dieser Woche befasst sich die Politik mit der Verkehrsführung auf der Straße.

AHAUS

, 19.09.2016, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Führung des Radwegs auf der Coesfelder Straße soll neu geregelt werden. Das Stück rund um den Zebrastreifen in Richtung Tückingstraße soll komplett umgestaltet werden. Dort war ein Schulkind von einem Auto angefahren worden.

Die Führung des Radwegs auf der Coesfelder Straße soll neu geregelt werden. Das Stück rund um den Zebrastreifen in Richtung Tückingstraße soll komplett umgestaltet werden. Dort war ein Schulkind von einem Auto angefahren worden.

Der Ist-Zustand auf der Coesfelder Straße: Zwischen der Kreuzung der Coesfelder Straße mit der Hindenburgallee und der Straße Zum Rotering sowie der Kreuzung Nahkamp/Tückingstraße gibt es in beide Richtungen einen gepflasterten Radweg neben dem Gehweg. Radfahrer dürfen dort aber auf der Straße fahren. Radwege müssen nur benutzt werden, wenn ein blaues Schild ausdrücklich darauf hinweist.

Kein Platz für Radweg

Weiter in Richtung Adenauerring gibt es auf der Coesfelder keine Radwege. Radfahrer müssen dort eigentlich die Straße benutzen. Viele würden jedoch auch dort auf dem Bürgersteig fahren, schildert die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Ausschuss. Dort dürfen laut Straßenverkehrsordnung am Fahrbahnrand auch Autos parken. Der Übergang von gepflastertem Radweg auf die Straße erfolgt meist in Höhe des Zebrastreifens an der Einmündung von Nahkamp und Tückingstraße.

Die Planung für die Führung des Radverkehrs dort sieht so aus: Am Fußgängerüberweg soll die Straße verbreitert werden. Auf beiden Seiten werden auch dort Geh- und Radwege angelegt. Gleichzeitig wird die Zufahrt zum Friedhof von diesem Verkehrsknoten weggeschwenkt. Zwischen Coesfelder Straße und Tückingstraße sollen Radfahrer in Zukunft auf die gepflasterten Radwege geleitet werden.

Schutzstreifen

Im Teilstück zwischen Tückingstraße und Adenauerring sei dafür aber zu wenig Platz: Deswegen sollen dort sogenannte Schutzstreifen angelegt werden – durch Markierungen am Straßenrand wird ein rund 1,25 Meter breiter Streifen für Radfahrer abgetrennt. Autos dürfen dort nicht parken und auch nur im Ausnahmefall fahren – etwa wenn sie Bussen oder Lastwagen im Gegenverkehr ausweichen müssen. Die Breite soll so gewählt sein, dass zwei PKW ohne auszuweichen aneinander vorbei fahren können. Diese Planungen seien mit Polizei und Kreisverwaltung abgestimmt.

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Die Arbeiten sind für das kommende Jahr geplant. Dann soll auch die Fahrbahndecke im Kreuzungsbereich Nahkamp/Tückingstraße saniert werden. Noch davor soll eine Beleuchtung am Fußgängerüberweg aufgestellt werden.

Laut Verkehrsentwicklungsplanung steigt die Verkehrsbelastung auf der Coesfelder Straße bis 2025 auf rund 4000 Fahrzeuge am Tag mit einer Spitze von 400 Fahrzeugen pro Stunde.
Schutzstreifen dürfen laut Verwaltung in Bereichen mit 400 bis 1000 Fahrzeugen pro Stunde genutzt werden.
Die Sitzung des Planungsausschusses beginnt am Mittwoch, 21. September, um 19 Uhr im Ratssaal, Rathausplatz 1. Auf der Tagesordnung stehen auch noch Planungen für Baugebiete, die zukünftige Gestaltung des Stadtwalls und der Parkplatzsituation, der Fuistingstraße sowie des Bahnhofsumfelds. 

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