Räumung des Zwischenlagers bis 2036 nicht möglich

Kein Ende in Sicht

Ein absehbares Ende der Atommülllagerung in Ahaus bleibt vorerst in weiter Ferne – trotz der ablaufenden Genehmigung des Brennelemente-Zwischenlagers (BZA) zum Ende 2036. Das geht aus zwei Briefen hervor, die Bürgermeisterin Karola Voß am Dienstagabend im Rat verlesen hat.

AHAUS

, 07.07.2016, 14:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vom NRW-Energieministerium und dem Bundesministerium für Reaktorsicherheit gab es keine Zusage, dass das BZA pünktlich zum Ende seiner Genehmigung 2036 geräumt werde.

Nationales Programm

„Nach heutigem Kenntnisstand kann bis zum Ablauf der Aufbewahrungsgenehmigung der Zwischenlager keine vollständige Räumung erfolgen“, hieß es dazu aus Berlin. Daher müssten gegenwärtig die Voraussetzungen für eine verlängerte Aufbewahrung in den Zwischenlagern geprüft werden. In seinem Brief verweist Staatssekretär Jochen Flasberth auf das Nationale Entsorgungsprogramm. Demnach sei zwar vorgesehen, das Zwischenlager so schnell wie möglich zu räumen. Gleichzeitig soll aber sichergestellt sein, dass das Material dann zu einem Eingangslager transportiert wird, an dem auch ein Endlager errichtet wird. Ein Standort dafür soll 2031 festgelegt werden. Das Endlager soll 2050 in Betrieb gehen.

Vorgegebener Zeitplan

„Dieser gesetzlich vorgegebene Zeitplan hat zur Folge, dass eine vollständige Räumung der Zwischenlager innerhalb der genehmigten 40 Jahre nicht gewährleistet werden kann“, heißt es dazu. Landesminister Garrelt Duin verwies lediglich auf die Bundesregierung.

Felix Ruwe (UWG) warb in der Ratssitzung dafür, sich gegen diese Entscheidung zu wehren. Mit weiteren Resolutionen müsse die Stadt Ahaus deutlich machen, dass sie nicht bereit sei, eine Atommülllagerung nach der aktuell geltenden Genehmigung zu akzeptieren.

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