Regionalrat kippt Wind-Vorrangfläche

In Alstätte

Eine Sorge weniger: Der Protest der Bürgerinitiative "Besorgte Alstätter" hat offenbar Früchte getragen. Der am Montag vom Regionalrat Münster verabschiedete "Sachliche Teilplan Energie" des Regionalplanes für das Münsterland sieht keinen Windenergiebereich "Ahaus 4" mehr vor.

ALSTÄTTE

, 22.09.2015, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Regionalrat kippt Wind-Vorrangfläche

Windkraftanlagen sind in Alstätte vorerst vom Tisch.

Im Wesentlichen folgte der Regionalrat den von der Bezirksregierung erarbeiteten Positionen. "Lediglich im Fall der Anregungen und Bedenken zur Darstellung eines Windenergiebereichs in der Nähe von Ahaus-Alstätte teilte er diese Position nicht und beschloss, den Bereich ‚Ahaus 4' nicht als Windenergiebereich im Regionalplan aufzunehmen."

Zur Begründung erklärte der Vorsitzende Engelbert Rauen, es gebe Artenschutz-Vorbehalte und den Zwang, erhebliche Ausgleichsflächen auszuweisen. Hinzu komme - allerdings erst als nachgeordnetes Argument - der "erhebliche Widerstand" der Alstätter Bürger und vor allem die Tatsache, dass die 600 Meter Mindestabstand zwischen Windrädern und Wohnbebauung "nur so gerade erreicht werden".

Kein Präzedenzfall

Rauen betonte, mit der Entscheidung sei indes kein Präzedenzfall geschaffen worden. Regionalplaner Ralf Weidmann erklärte zudem, dass mit den 142 Vorrangzonen, die für den Regierungsbezirk Münster aufgestellt wurden, eine Gesamtfläche von 8260 Hektar für die Windenergie vorgesehen ist. "Das ist ein Drittel mehr Fläche, als landespolitisch von uns gefordert wurde."

Präzedenzfall hin oder her - die Bürgerinitiative dürfte die Entscheidung als Sieg verbuchen. Die Ängste reichten von Belastungen durch Schattenwurf und Infraschall bis hin zum sogenannten Windrad-Syndrom.

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