Resonanz überwältigend

08.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Alstätte Rückblende: Bei ihrem Weißrussland-Aufenthalt im September des vergangenen Jahres war Ingeborg Franke beim Verteilen von Hilfsgütern des Ökumenischen Arbeitskreises Tschernobylhilfe, deren Ansprechpartnerin sie im Nordkreis viele Jahre lang war, auf den Jungen aufmerksam geworden.

Spontan hatte sie sich damals dazu entschlossen, dem Achtjährigen, der seit seiner Geburt an einer Knochendeformation des rechten Beines leidet, zu helfen. Eile war geboten, denn dem Jungen drohten schwerwiegende Schäden zum Beispiel im Hüftbereich, falls er seine alte Prothese weiter benutzt.

7600 Euro gespendet

Zurück in Alstätte startete sie eine Spendenaktion, mit deren Erlös eine neue, dem Stand der Orthopädietechnik entsprechende Prothese angeschafft werden sollte. Die Resonanz war überwältigend: Über 7600 Euro kamen innerhalb weniger Wochen zusammen.

Seit Anfang Juni nun ist Daniel nun in Deutschland. Der erste Weg nach der Ankunft mit dem Zug in Essen führte ihn zur Fachfirma für Orthopädietechnik «Roessingh Boermans» in Enschede, die sich im Vorfeld dazu bereit erklärt hatte, die Prothese zu Sonderkonditionen für ihn anzufertigen. Nach einer gründlichen Untersuchung wurde ein Gipsabdruck von Daniels Bein genommen und danach die Prothese gefertigt.

«Sonderwünsche»

Sogar «Sonderwünsche» wurden berücksichtigt: Klar, dass Daniel eine Prothese haben wollte, bei der auch die Zehen ausgeformt sind. Überhaupt ist er mächtig stolz, dass sie im Vergleich zum Vorgänger fast wie ein richtiges Bein wirkt. «Und ich kann 10 000 Mal schneller laufen», freut er sich.

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