Rund ein Hektar mehr Fläche für Entsorgungsbetrieb Sandkuhle

Erweiterung geplant

Nicht nur am, sondern auch hinter dem Ahauser Bahnhof bewegt sich gerade einiges: Der Entsorgungsbetrieb Sandkuhle erweitert dort sein Gelände - und hatte mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen.

AHAUS

, 21.05.2015, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rund ein Hektar mehr Fläche für Entsorgungsbetrieb Sandkuhle

Der Entsorgungsbetrieb Sandkuhle an der Heeker Straße vergrößert seine Fläche.

Auf der schmalen Brachfläche zwischen Gleisen und der Rückseite der Hallen des angrenzenden Gewerbegebietes hat das Entsorgungsunternehmen Sandkuhle seine Fläche erweitert. Knapp unter einem Hektar wurden dort ausgebaut.

Auf der ehemaligen Bahnbetriebsfläche habe er früher schon einmal gearbeitet und geladen, sagte Bernhard Sandkuhle gestern am Telefon. Dann wurde die Fläche lange als Lagerfläche von der Bahn genutzt. "Die haben den Boden da ordentlich kaputt gefahren", sagt er. Vor allem die schweren Maschinen hätten dem Untergrund ordentlich zugesetzt.

Viele Vorbereitungen

Schließlich habe es das Angebot gegeben, die Fläche zu kaufen. "Die Stadt wollte sie nicht haben - und ich ehrlich gesagt erst auch nicht", so Sandkuhle. Dann habe er aber doch zugeschlagen. "Bevor es ein anderer kauft", sagt er. Nach dem Kauf bekam Sandkuhle auf dem Gebiet aber erst einmal ordentlich zu tun: "Man lernt ja nie aus", sagt er jetzt.

Um das Grundstück für sein Unternehmen nutzen zu können, musste er den Untergrund neu befestigen. "Da denke ich lieber etwas zu vorsichtig", sagt er. Schließlich müsse er mit schweren Maschinen und Containern dort arbeiten.

Kampfmittel gefunden

Doch so einfach das zunächst noch klang, so kompliziert wurde es dann: Vor den eigentlichen Arbeiten trat zunächst der Kampfmittelräumdienst auf den Plan. "Damit die die Fläche aber sondieren können, mussten wir erst einmal rund 1,5 Meter Boden auf der ganzen Fläche abräumen", sagt Sandkuhle. Und schon dabei kam die erste Munition zu Tage: "Plötzlich hatten wir Reste von Stielhandgranaten und ganze Panzerminen in der Schaufel. "Jetzt weiß ich, was das ist, vorher hätte ich so ein Ding für einen simplen Eisenteller gehalten", sagt Sandkuhle.

Der Kampfmittelräumdienst hat dann aber keine weitere Munition mehr gefunden. Mit dem Bau konnte das Unternehmen da aber immer noch nicht anfangen. Denn ein Labor musste den Boden noch einmal untersuchen: "Die Bahn hat früher an ihren Anlagen viel mit Herbiziden gearbeitet. Das musste untersucht werden. Die Fläche am Bahnhof ist aber nicht belastet", so Sandkuhle. Nach diesem Ergebnis habe er dann erst einmal kräftig durchgeatmet.

Container lagern

Auf der Fläche will er in erster Linie leere Container lagern. "Es macht ja keinen Sinn dort etwas aufzuschütten, was ich dann wieder abtransportieren muss", sagt er. Bis er den Betrieb dort aufnimmt, will er auch noch einen Zaun rund um das Gelände aufstellen.

"Einerseits, damit niemand auf das Gelände kommt", sagt er. Gleichzeitig will er aber auch die Bahngleise aus seiner Richtung absichern: "Da führen ja regelrechte Wege über das Gelände", sagt er. Immer wieder würden Fußgänger und Radfahrer quer über das Gelände und die Gleise laufen, um zum Bahnhof zu gelangen. "Das geht natürlich nicht", sagt er.

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