Schotterpiste soll Sicherheit bieten bis zum Radwegebau

Stadtlohner Straße

LEGDEN Einen Kilometer Radweg will der Kreis Borken entlang der K 33 (Stadtlohner Straße) schon im nächsten Jahr bauen – von der Anschlussstelle B 474 über die Bahnstrecke hinweg bis zum Wirtschaftsweg, der zum Bahnhof führt. Der Rest soll 2012 folgen, wenn die entsprechenden Landeszuschüsse fließen.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 27.11.2009, 07:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schotterpiste soll Sicherheit bieten bis zum Radwegebau

Für Kleweken ist der vom Kreis angekündigte Ausbau auf einer Länge von einem Kilometer bereits ein Verhandlungserfolg. Ursprünglich habe der Kreis gar nicht so weit gewollt, berichtete er. Für die Anlieger, die seit Jahren um einen Radweg kämpfen, und für viele Mitglieder des Rats ist das aber immer noch viel zu wenig. Wenn der Radweg nur 200 Meter länger wäre, sei schon viel erreicht, waren sich Vertreter aller drei Fraktionen einig. Denn gerade in diesem hinteren Bereich wohnten Familien mit kleinen Kindern. Er kenne den Wunsch der Anlieger, so Kleweken, die Gemeinde könne ihn aber nicht erfüllen. „Es handelt sich um eine Baumaßnahme des Kreises“, die vom Land bezuschusst werde, so dass die Gemeinde Legden lediglich 90 000 Euro der 465 000 Euro Kosten tragen müsse. Für Kleweken steht fest: Eine weitere Verlängerung der Ausbaustrecke ist mit dem Kreis nicht zu machen. „Das haben wir bereits voll ausgereizt.“ Bestehe die Gemeinde Legden darauf, dass sofort die volle Radwegstrecke bis Stadtlohn gebaut werde, müsse sie deutlich tiefer in die Tasche greifen. „Dann müssen Kreis und Gemeinde die Kosten je zur Hälfte aufteilen“ – bei einer Gesamtinvestition in Höhe von einer Million Euro immer 500.000 Euro.

Thomas Kockentiedt (CDU) empfahl eine günstigere Übergangslösung – das Zurücksetzen der Weidezaunpfähle und Schottern eines provisorischen Radwegestreifens in Eigenregie. Antonius Schulze Beikel (UWG), der bereits vor seinen Einzug in den Rat für den Weg gekämpft hatte, griff die Idee auf. „Wenn die Gemeinde den Schotter übernimmt, finden sich bestimmt Leute, die die Sache umsetzen.“

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