Schüler lernen ihre eigenen Stärken und Talente kennen

"Startklar"

VREDEN / AHAUS "Startklar" für den Beruf: Dieses neue Programm ermöglicht auch den Achtklässlern der St. Georg-Schule, Erfahrungen zu sammeln und ihre eigenen Stärken und Talente kennen zu lernen.

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 11.03.2010, 16:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit dem Plasmaschneider werden Formen aus Metall ausgeschnitten.

Mit dem Plasmaschneider werden Formen aus Metall ausgeschnitten.

Seit Montag werkeln die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8b in den Werkstätten der Berufsbildungsstätte (BBS) Westmünsterland in Ahaus. In jeweils in vier der Bereiche Elektro, KFZ, Metall, Holz, Informationstechnik, Bauhandwerk und in kaufmännische Berufe können die 56 Achtklässler jeweils zwei Tage lang hineinschnuppern - unter fachlicher Anleitung von Handwerksmeistern und Begleitung pädagogischer Fachkräfte. Dieser Woche schließen sich vier weitere Arbeitstage im April an, im Mai werden Abschlussgespräche geführt, an denen der Klassenlehrer, die Pädagogen der BBS, die Schüler und deren Eltern teilnehmen.

Online-Berufswahl zum Abschluss Dann liegt das Fähigkeitsprofil vor, das die pädagogischen Fachkräfte aus ihren Beobachtungen und Gesprächen mit den Schülern abgeleitet haben - und das Ergebnis der Online-Berufswahl, die die Achtklässler zum Abschluss absolvieren, wie Margit Althoff (BBS) erläutert.

Die Klassenlehrer Hubert Schnetger und Werner Bludau sind beeindruckt von dem Arbeitseifer ihrer Schüler. Zuhause habe er auch schon mal mit Holz gearbeitet, erzählt zum Beispiel Michael aus der 8b, während er mit Bedacht an einem Stück Holz raspelt. Die Form ist vorgegeben, so war es auch im Metallbereich, wie Mariam erzählt: "Ich habe eine Uhr in Schmetterlingsform und einen Briefbeschwerer gemacht", blickt sie auf ihre ersten zwei Tage zurück. Ihre Bilanz: "Es macht Spaß."

In der nächsten Werkstatt zeigt Maurermeister Josef Niehoff, wie richtig mit Kelle, Mörtel und Stein umgegangen wird, damit eine gerade und standfeste Mauer entsteht. Christin ist schon recht weit gekommen, aber: "Das sieht einfach aus, ist aber wohl schwer", stellt sie fest.

Mit dem Programm Startklar" werde der wöchentliche Berufswahlkundeunterricht bereichert, wie die beiden Klassenlehrer betonen. Es gebe weitere Bausteine wie den Praxistag innerhalb des Traumjob-Tages, den Girls' Day, oder auch den Betriebserkundungstag in Vreden. Projekt wird in der neunten Klasse fortgesetzt Bei "Startklar" sei der Vorteil, dass es fortgesetzt wird: In der neunten Klasse können die Schüler, die sich für eine Berufsrichtung entschieden haben, ihre Fähigkeiten bei Kooperationspartnern wie der BBS oder der Kreishandwerkerschaft gezielt ausbauen, etwa einen Gabelstaplerführerschein oder einen Maschinenschein machen. Dann allerdings nicht in der Schule, sondern in der Freizeit.

  • ZUR SACHE:

Die St. Georg-Schule ist eine von vier Schulen im Kreis Borken, die am Landesprogramm teilnimmt. Das Programm läuft über drei Jahre, wird also auch für die nächsten beiden achten Jahrgänge angeboten.

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