Schulsekretärinnen sind Ansprechpartner für jedes Anliegen

rnIrena-Sendler-Schule

Karin Daniels, Annette Effsing und Monika Schulze Wilmert sind die guten Seelen der Irena-Sendler-Gesamtschule. Das Sekretärinnenteam kümmert sich um viel mehr als nur den Papierkram.

Ahaus

, 12.11.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alles und jeder strömt auf die drei Schulsekretärinnen Karin Daniels, Annette Effsing und Monika Schulze Wilmert an jedem Tag der Schulwoche von morgens 7 Uhr bis zum Schulschluss um 15.30 Uhr ein. Die Freiheit für ein Lächeln, aufmunternde Worte oder einen Schwatz untereinander nehmen sie sich trotzdem.

„Sie sind immer freundlich. Einen Vorteil haben die Coronavorschriften: Die Schüler dürfen nur einzeln ins Sekretariat kommen und nicht mehr im Pulk“, betont Veronika Schloßhan, Abteilungsleiterin der Jahrgänge 5 bis 7.

Für jeden Schüler ein Lächeln parat

Und schon kommt Schülerin Annika ins Sekretariat und bittet um einen Kühlpack für ihren verstauchten Finger. Effsing gibt ihr das Gewünschte, schaut sich den Finger an und beruhigt sie. Wenig später kommt Martina Woltering, Leiterin der Übermittagsbetreuung mit einem Schreiben zu Daniels. Schulleiterin Margot Brügger wendet sich mit einem anderen Anliegen an Effsing.

„Sie sind unglaublich zuverlässig. Außerdem arbeiten sie effektiv und innovativ als Team ebenfalls gut zusammen“, lobt Brügger. Lehrer Markus Windmeier hat ebenfalls ein Anliegen. Gleichzeitig ruft ein Lehrer ins Sekretariat und bittet darum, den Kopierer mit einem vollen Toner zu versorgen. Das erledigt umgehend Schulze Wilmert.

Neue Kollegin im Team

Das Lächeln der Damen ist unter der Maske nicht so gut zu sehen, aber zu hören, denn auch dabei gehören ein paar freundliche Worte dazu. Kurz darauf kommt Schülerin Vanessa ins Sekretariat. Sie bittet um einen neuen Mund-Nasenschutz, da ihre eigene Maske gerade kaputt gegangen ist. Auch diesen Wunsch kann ihr Effsing erfüllen.

Daniels ist erst vor zwei Monaten zum Team gestoßen. „Für mich ist das alles noch ziemlich neu. Ich wurde von den Kolleginnen so nett eingewiesen. Jeden Tag kommt etwas Neues dazu. Es macht richtig Spaß“, resümiert Daniels. Effsing ist schon seit 2014 Sekretärin an dieser Schule, während Schulze Wilmert bereits Erfahrungen als Schulsekretärin von der ehemaligen Franziskus-Hauptschule mitbringen konnte.

Guter Rat für Eltern

Schulze Wilmert ist seit Eröffnung der Schule im Sommer 2013 dabei: „Diese Schule ist viel größer, deshalb ist es manchmal auch wuseliger. Und wir haben hier sehr unterschiedliche Schüler, die sehr unterschiedliche Unterstützung brauchen.“

Und schon klingelt das Telefon mit einer ratsuchenden Mutter am anderen Ende. „Die Eltern meinen, wir wären halbe Mediziner. Sie schildern uns die Krankheiten ihrer Kinder und fragen uns, ob sie ihr Kind in die Schule schicken dürfen. Wenn das mein Kind wäre, würde ich das und das machen, der einfache menschliche Rat“, schildert Schulze Wilmert ihre Antworten bei solchen Anrufen. „Wir beraten eben in allen Lebenslagen“, scherzt Effsing und meint es dennoch ernst.

Mit Dankbarkeit belohnt

Bringen die Lehrer einkassierte Handys der Schüler, werden diese ebenfalls von den Sekretärinnen verwahrt. Die Eltern müssen dann kommen und das Handy abholen. „Die meisten Eltern sehen das ein. Einige wenige drohen uns mit dem Anwalt“, fügt Schulze Wilmert hinzu.

„30 Themen pro Tag bearbeiten wir hier bestimmt. Wir sind eben eine Schnittstelle für alles“, umschreibt Effsing den Aufgabenbereich der Sekretärinnen – und lächelt immer noch. Trost beim verpassten Bus oder Hilfe bei der Suche nach dem verlorenen Fahrradschlüssel über den Feierabend hinaus gehört ebenfalls dazu. „Das macht man dann auch gern. Schließlich wird man mit Dankbarkeit belohnt“, so Schulze Wilmert.

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