Schutzmauer am Zwischenlager ist genehmigt

Baubeginn im zweiten Quartal

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat an Rosenmontag die Genehmigung zur so genannten Nachrüstung des Brennelementezwischenlagers (BZA) gegeben. Das hat Burghard Rosen, Pressesprecher der BZA-Betreibergesellschaft GNS, am Dienstag erklärt. Für die Bürgerinitiative Kein Atommüll in Ahaus ist die Mauer indes keine wirkliche Verbesserung.

AHAUS

, 09.02.2016, 18:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Rahmen dieser Nachrüstung soll rund um das bestehende Gebäude eine zusätzliche Schutzmauer gebaut werden. Auch Kerosinabläufe sollen in die Hallenmauern gebohrt werden. Die zuständige Baubehörde, die Stadt Ahaus, hatte bereits am 11. Januar grünes Licht für die Bau der Mauer gegeben.

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Rosen geht jetzt davon aus, dass die Bauarbeiten im zweiten Quartal dieses Jahres beginnen werden. Bis dahin müsse noch die umfangreiche Ausschreibung abgewickelt werden. Die Pläne für den Bau der Schutzmauer rund um das BZA hatte die Betreibergesellschaft GNS 2012 vorgestellt. Durch das zusätzliche Bauwerk soll das Zwischenlager besser vor terroristischen Angriffen geschützt werden.

„Nur eine halbe Sache“

Für Felix Ruwe von der Bürgerinitiative Kein Atommüll in Ahaus bleibt die Mauer nur eine halbe Sache. „Um es freundlich auszudrücken“, sagt Ruwe. Die GNS rechne mit gezielten Flugzeugabstürzen. „Um sich davor zu schützen, reicht so eine Mauer aber nicht aus. Schutz gegen Flugzeugabstürze kann es nur durch unterirdische Anlagen geben“, so Ruwe weiter. Der Bau der Mauer sei nur ein Behelf, der auch etwa gegen panzerbrechende Waffen kaum ausreiche. „Aber auch das ist seit Jahren bekannt“, erklärt Ruwe.

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