Schwerpunktkontrolle der Polizei

Kontrolle brachte wenig

Acht Stunden lang war die Polizei am Donnerstag mit besonders vielen uniformierten und zivilen Beamten in Ahaus unterwegs: Mit der Schwerpunktkontrolle sollten vor allem Einbrüche, Taschen- und Trickdiebstähle sowie Betrügereien durch angebliche Spendensammler bekämpft werden. Dennoch verzeichneten die Beamten an diesem Tag vier Einbrüche.

AHAUS

27.11.2015, 19:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Polizei hat für die Aktion Kontrollstellen im Straßenverkehr eingerichtet und war auch mit Streifen in Wohngebieten und der Innenstadt unterwegs. An- und Verkaufsgeschäfte sowie polizeibekannte Intensivtäter seien dabei kontrolliert worden, erklärte die Polizei gestern in ihrem Bericht. Darüber hinaus wurden zahlreiche Informationsgespräche mit Anwohnern durchgeführt.

Eine Festnahme

Bei den Kontrollen wurde ein 27-jähriger Mann aus Vreden festgenommen, da gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Der Festgenommene war wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch und einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz zu einer Geldstrafe von 800 Euro oder 24 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt worden. Insgesamt wurden 227 Fahrzeuge und 195 Personen sowie fünf Objekte kontrolliert.

Neben der erwähnten Festnahme wurden einige verdächtige Personen festgestellt, denen jedoch keine konkreten Straftaten nachzuweisen waren. Zudem leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.

Bemerkenswert ist, dass am Donnerstag trotz der starken uniformierten und zivilen Polizeipräsenz in Ahaus vier Einbrüche in Wohnhäuser begangen wurden (siehe Infobox). Verdächtige Personen waren dabei allerdings weder durch die Polizei noch durch Anwohner beobachtet worden.

Lücken in Überwachung

"Dies verdeutlicht, dass eine lückenlose Überwachung und Prävention unmöglich ist", so die Polizei. Es unterstreiche, wie wichtig es sei, die eigenen vier Wände vor Einbrechern zu schützen. Die meisten Einbrecher suchen demnach bereits nach kurzer Zeit das Weite, wenn sie feststellen, dass Haus oder Wohnung gut gesichert seien.

Die Beamten raten zu einer Beratung durch Experten der Polizei, Tel. (02861) 9005506 oder -5507). Auch bitten sie mögliche Zeugen darum, aufmerksam zu sein und verdächtige Personen und Fahrzeuge - etwa in einem Wohnviertel - immer und sofort der Polizei zu melden. Über den Polizeiruf 110. "So können Sie ihre Nachbarn und sich schützen und der Polizei wertvolle Hinweise geben", schreiben die Beamten.

Vier Einbrüche an einem Tag

Vier Einbrüche hat die Polizei am Donnerstag während der Schwerpunktaktion registriert: Ambrosiusstraße: Zwischen 7.30 Uhr und 19.30 Uhr gelangten Unbekannte gewaltsam in die Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Ambrosiusstraße. Der oder die Täter hebelten ein Fenster im Erdgeschoss auf und durchsuchten sämtliche Räume und Schränke. Zur Beute gab es gestern noch keine Angaben. Vagedesstraße: Zwischen 9.50 und 19.20 Uhr hebelten Unbekannte die Terrassentür einer Erdgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Vagedesstraße auf. Der oder die Täter entwendeten Schmuck und Bargeld.Wüllener Straße: Zwischen 15.15 und 18 Uhr sind Unbekannte in zwei Erdgeschosswohnungen in einem Mehrfamilienhaus an der Wüllener Straße eingebrochen. In beiden Fällen hebelten der oder die Täter jeweils ein Fenster auf und gelangten so in die Wohnungen. Dort durchsuchten sie die Zimmer und Schränke. Auch bei diesem Fall gab es keine Angaben zur möglichen Beute. L Um Hinweise bittet die Kripo in Ahaus, Tel. (0 25 61) 92 60.

 

 

 

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