Sicherheitslage im Ausschuss erörtert

Vandalismus

LEGDEN Eingezäunte Schulgelände soll es nach Meinung der Verwaltung und des Hauptausschusses in Legden nicht geben. „Jugendliche können sich ja ruhig nach Schulschluss auf dem Schulgelände aufhalten“, so Hauptamtsleiter Herbert Lenz, „sie müssen sich dann aber auch vernünftig benehmen“ – also nicht lärmen, keinen Müll hinterlassen und erst recht nicht die Wände beschmieren oder öffentliches Mobiliar zerlegen.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 11.12.2009, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hauptamtsleiter Herbert Lenz.

Hauptamtsleiter Herbert Lenz.

2008 habe die Polizei in der zurzeit rund 6700 Einwohner zählenden Gemeinde 377 Straftaten registriert– darunter 192 Diebstahldelikte. Einzig die Zahl der Gewalttaten – vor allem Schlägereien – sei mit 27 im Jahr leicht erhöht. Dabei handele es sich allerdings sehr häufig um Auseinandersetzungen unter angetrunkenen Gästen des Dorfes Münsterland. Gemessen daran, dass das Freizeitdorf an einem Wochenende oft mehr Gäste habe wie Legden Einwohner, sei das aber eine sehr geringe Zahl, wie auch die Polizei meint. Wie aber dem Problem der lärmenden und nicht selten pöbelnden jungen Leuten zumeist auf dem Gelände der Schulen begegnen?

Im September hat die Verwaltung die erste „Vandalismus-Konferenz“ ins Leben gerufen und dafür Vertreter der Schulen, der Polizei, des Jugendamtes, des Jugendheims Pool der Jugendsozialarbeit und des Ordnungsamtes an einen Tisch geholt. Ein Ergebnis: Die Gemeinde setzt stärker auf aufsuchende Jugendarbeit. Zwar müssten junge Leute, die sich bei Regelübertretungen uneinsichtig zeigten auch weiterhin mit dreimonatigen Aufenthaltsverboten auf dem Schulgelände außerhalb der Unterrichtszeiten rechnen, aber die Verwaltung setze nicht allein auf restriktive Maßnahmen.

Die Leiterin des Jugendhauses und ihre Kollegen aus anderen Jugendeinrichtungen versuchten, auf die Jugendlichen einzugehen und ihr Verhalten zu reflektieren. Wie erfolgreich dieses Vorgehen ist, besprechen die Mitglieder der Konferenz im Frühjahr – und werden dann auch wieder den Ausschuss informieren. 

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