Sophia Schmieder und Bianca Gösmann singen sich zum Sieg

Zweiter Ahauser Song Contest

AHAUS Sophia Schmieder aus Vreden ist dunkelblond, 14 Jahre alt und Schülerin. Bianca Gösmann aus Wessum dagegen zählt zehn Jahre mehr, arbeitet im Ahauser Krankenhaus und hat schwarzes Haar. Eines haben die beiden dennoch gemeinsam: eine starke Stimme, ebenso kräftig wie gefühlvoll - genau das, was einen echten Ahauser Superstar ausmacht.

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 24.05.2009, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die gerade noch fest zusammengepressten Lippen der nach Sandra Kus Zweitplatzierten des Vorjahreswettbewerbs entspannen sich in einem glücklichen Lächeln. Dann ein Jubelschrei. Viel Zeit für die Gratulationen der Freunde auf dem Rathausplatz bleibt nicht. Sophia muss wieder auf die Bühne - nach den zwei Gesangsbeiträgen nun zur Siegerehrung.

Die gerade noch fest zusammengepressten Lippen der nach Sandra Kus Zweitplatzierten des Vorjahreswettbewerbs entspannen sich in einem glücklichen Lächeln. Dann ein Jubelschrei. Viel Zeit für die Gratulationen der Freunde auf dem Rathausplatz bleibt nicht. Sophia muss wieder auf die Bühne - nach den zwei Gesangsbeiträgen nun zur Siegerehrung.

Während die 14-Jährige bereits oben zwischen den Zweit- und Drittplatzierten, den Duos Annika Harpering (Gesang) und Salip Tarakci (Gitarre) sowie Eva Maria König und Judith Rolvering (beide Gesang/Gitarre) steht, müssen die fünf Finalisten in der zweiten Altersgruppe noch unten zittern. Dann beginnen sich auf der Leinwand auch die fünf blauen Balken neben ihren Namen zu bewegen. Erst ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dann setzt sich einer uneinholbar ab: Bianca Gösmann hat mit 47 Punkten Abstand vor Sophia Kisfeld und Gerrit Hericks, dem einzigen männlichen Finalteilnehmer, gewonnen.

Tanzend hinauf

Die mit ihren 24 Jahren älteste Wettbewerbsteilnehmerin tanzt die vier Stufen zur Bühne nach oben. Vor fünf Tagen hatte sie noch nicht einmal gewusst, dass der Gesangswettbewerb überhaupt stattfindet, jetzt nimmt sie von MIA-Chef Ingo Woolderink den Hauptpreis entgegen: eine Urkunde und vor allem einen Gutschein für eine eigene CD-Produktion - mit etwas Glück die Eintrittskarte ins Musikgeschäft. Bianca strahlt und winkt nach unten zu Erik von Stryk: Er hatte sie auf den Contest aufmerksam gemacht, sie auf der Gitarre begleitet, und aus seiner Feder stammt der gefühlvolle Song "Chamberground", der sie vom Boden, so die Übersetzung, an die Spitze des 17-köpfigen Teilnehmerfeldes katapultiert hat.

"Ich habt es uns echt schwer gemacht", stellt Jury-Sprecher und Initiator Ingo Woolderink fest. Ob Helena, die mit geschultem Sopran schwedische Weisen vortrug, Gerrit, der mit seiner Interpretation von "Alex sings, Oscar swings" beim europäischen Grand-Prix Deutschland hätte besser abschneiden lassen, oder die Balladensängerin Jasmin, deren Stimme über die Besuchermassen des Stadtfests hinweg bis zur Marienkirche trug - "so unterschiedlich war es im vergangenen Jahr nicht." Dass erstmals auch das Publikum als sechster Juror per Telefon mitentscheiden durfte, sei eine echte Hilfe gewesen. Obowohl: "Bei den ersten Plätzen lagen wir alle auf einer Linie." 

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