Stiftung Wittekindshof baut an der Arnoldstraße

Ehemaliges Hallenbadgelände

Sechs Jahre Vorbereitungszeit sind zu Ende: Ab Januar 2018 wird das Wittekindshofer Wohnhaus auf dem ehemaligen Hallenbadgelände gebaut. Es entsteht ein Wohnhaus für 24 Menschen mit Behinderung in drei Wohngruppen mit Einzelzimmern.

AHAUS

, 15.10.2017, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stiftung Wittekindshof baut an der Arnoldstraße

Der zukünftige Leiter des Wittekindshofer Wohnhauses Joscha Springer (l.) und Geschäftsbereichsleiter Jörg Frieske an der Arnoldstraße, wo der Haupteingang des Wohnhauses entsteht.

„Geschlagene sechs Jahre, dass wir uns damit beschäftigen“, fasste Beigeordneter Werner Leuker in der Sitzung des Rates am Mittwochabend die Planungen zusammen. Die Baumaßnahme sei erstmals 2011 im Fachausschuss beraten worden. 2012 stellte der Rat den Bebauungsplan auf, 2013 folgte der Ratsbeschluss, das Gelände an den Wittekindshof zu verkaufen. Leuker: „2016 hat der Rat einer veränderten Planung in Absprache mit den Fördergebern zugestimmt und im Mai 2017 erteilte die Verwaltung eine entsprechende Baugenehmigung.“ Der Bauzeitenplan stehe schon fest. Werner Leuker: „Baubeginn ist am 8. Januar 2018 und fertig ist der Bau am 26. Juni 2019.“

Öffentliche Ausschreibung

Das Vorhaben wurde in dieser Woche schon öffentlich ausgeschrieben, äußerte sich Diakon Reiner Breder, der als Ressortleiter für die Angebote der Diakonischen Stiftung Wittekindshof im Kreis Borken verantwortlich ist, am Donnerstag in einer Presseerklärung. Grünes Licht sei vor wenigen Tagen von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gekommen.

Der Stiftungsrat habe für den Bau und die Ausstattung des Wohnhauses eine Förderung in Höhe von 591 200 Euro bewilligt. Breder: „Damit ist der Weg frei für die öffentliche Ausschreibung der Bauarbeiten, zu der wir verpflichtet sind, beispielsweise wegen der Wohnungsbaufördermittel.“ Diakon Breder geht davon aus, dass bis Weihnachten der Zuschlag für die Erd- und Rohbauarbeiten erfolgt, so dass Anfang des Jahres die Baustelle eingerichtet und mit dem Bau begonnen werden kann.

Die Baukosten werden auf 2,3 Millionen Euro beziffert. Neben bereits zugesagten Wohnungsbaufördermitteln ist ein Förderantrag bei Aktion Mensch gestellt. Auf dem Grundstück zwischen Arnoldstraße und Wessumer Straße werden nach den Plänen des Ahauser Architekturbüro Tenhündfeld das L-förmige zweigeschossige Wohnhaus und ein separates Gebäude für Tagesstrukturierende Angebote einen geschützten Innenhof bilden. Der Zugang erfolgt über die Arnoldstraße. In jeder Etage sind zwei kleine Wohneinheiten mit jeweils sechs Einzelzimmern mit eigenem Bad geplant.

„Die Hälfte der Zimmer hat eine größere Grundfläche, um Frauen und Männer mit Rollstühlen und Gehhilfen Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Außerdem können wir mit wenig Aufwand zwei Einzelzimmer in ein Doppelappartement umwandeln, um Paarwohnen zu ermöglichen“, kündigt Geschäftsbereichsleiter Diakon Jörg Frieske an.

Neuer Bereichsleiter

Zukünftiger Bereichsleiter für den Neubau wird Diakon Joscha Springer aus Gronau. Der 30-jährige Erzieher schließt im nächsten Jahr sein Sozialpädagogikstudium in Enschede ab. Springer ist derzeit als Elternzeitvertretung als stellvertretender Geschäftsbereichsleiter tätig und bringt mehrjährige Berufserfahrung aus verschiedenen Wittekindshofer Wohnhäusern in Bad Oeynhausen, Bünde und Gronau sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche einschließlich Heilpädagogischer Intensivbetreuung mit.

Joscha Springer wird in den nächsten Wochen zusammen mit Jörg Frieske Gespräche mit Angehörigen, aber auch Frauen und Männern führen, die Interesse an einem Umzug in den Neubau haben. „Vier Einzelzimmer sind für Neuaufnahmen aus Ahaus reserviert. Außerdem wird es Umzüge aus anderen Wohnhäusern geben, weil Bewohner ursprünglich aus Ahaus und Umgebung stammen und sich durch den Neubau die Wege für Angehörige erheblich verkürzen“, berichtet Frieske.

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