„Tanzsteuer“ ein Aufreger für Veranstalter

Thema am 26. April im Rat

Öffentliche Tanzveranstaltungen kosten Geld. Das bekommen aktuell die Macher des Karpaten-Zeltfestivals zu spüren. Laut städtischer Satzung handelt es sich dabei um „vergnügungssteuerpflichtige Tanzveranstaltungen“. Für die werden 22 Prozent Steuern auf das Eintrittsgeld fällig.

AHAUS

, 10.04.2017 / Lesedauer: 2 min
„Tanzsteuer“ ein Aufreger für Veranstalter

Das wird die Macher des Karpaten-Musikzelt-Festivals freuen: Die Stadt verzichtet auf die Tanzsteuer.

Ein Unding, findet Hermann Niemeier, einer der Macher des Zeltfestivals. „Mit acht Euro Eintritt kommen wir eigentlich gar nicht hin. Wir müssten mindestens zehn bis zwölf Euro nehmen.“ Seine Kritik verpackt Niemeier lieber in einen Wunsch an die Verwaltung und die Politiker: „Dass die Stadt die in Aussicht gestellte Abschaffung der Vergnügungssteuer für Tanzveranstaltungen umsetzt. Das wäre mehr als fair.“

Das Thema steht tatsächlich in der Ratssitzung am 26. April auf der Tagesordnung. Den Stein ins Rollen gebracht hatte vor Monaten das Unternehmen Tobit. Nach der Eröffnung der Disco „Next“ wies Tobit darauf hin, dass in den Eintrittsgeldern fast ein Viertel Vergnügungssteuer enthalten sei.

„Angestaubt“

„Das ist doch angestaubt“, sagt Hermann Niemeier über die Erhebung einer Ahauser „Tanzsteuer“. „Alle Kommunen rundherum haben sie längst abgeschafft. Für uns Veranstalter in Ahaus ist das der absolute Aufreger.“ Die Stadtverwaltung bestätigte am Montag, dass die Vergnügungssteuer-Satzung am 26. April Thema im Rat sei. „Einige Änderungen werden kommen“, erklärte Fabian Wellers von der Verwaltung. Zu den konkreten Neuerungen gab er keine Auskunft. „Die Vorlage wird gerade erstellt. Da wollen wir nicht vorgreifen.“

Die Stadt rechnet in diesem Jahr mit 80 000 Euro Einnahmen aus der „Tanzsteuer“. Die Summe der Vergnügungssteuern liegt in Ahaus bei einer Million Euro jährlich.

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