Tatort Tierqäulerei

Tiergeschichten selbst geschrieben

An einem windigen Sommertag wachte ich mit dem Kopf auf dem Nachtschränckhen, mit den Beinen auf dem Boden und dem restlichen Körper auf dem Bett auf. "Was für ein Tag", dachte ich, als mir das Sonnenlich ins Gesicht schien.

STADTLOHN

03.04.2013, 14:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Johann Garver Föcker

Johann Garver Föcker

Laut las ich die erste Zeile vor: „Gestern Nacht brutal getöteter Hund vor dem K+K gefunden.“ Erschrocken blickte ich das Bild in der Zeitung an. Bob flossen Tränen herunter. „Ist das nicht die selbe Rasse den du hast?“, fragte ich Bob verdutzt. Bob stotterte: „Ja, es ist ein schlimmer Anblick, es erinnert mich immer an meinen Hund Leika.“ – „Weißt du was?“, sagte ich, „wir werden versuchen, die Täter zu fassen.“ Am nächsten Tag suchten wir auf dem Dachboden nach Papas altem Detektivkoffer. Schließlich kämpften wir uns durch ein paar Spinnennetze und dann traten wir auf einen alten, verkratzten, von Karten und anderem unnützlichen Zeug umgebenen Koffer. Schnell nahmen wir ihn mit auf mein Zimmer, ich pustete einmal stark drüber und jetzt konnten wir ihn öffnen. Eine Dose mit Tüten, ein Lupe, Handschuh, eine Taschenlampe, Fingerabdruckpulver und andere wichtige Sachen, die man als Detektiv brauchte, waren enthalten. Nun packten wir den Koffer in Bobs Fahrradtasche und radelten die Umgebung ab.

Ein Mann und ein Zwölfjähriger hatten vorgestern Nacht etwas bemerkt, aber das half uns auch nichts weiter. Schließlich liefen wir zum Tatort und fanden eine interessante Entdeckung. „Ein Reifenabdruck“, rief Bob fröhlich.Um keine Zeit zu verlieren, packten wir den Koffer aus und holten den flüssigen Gips heraus und gossen ihn vorsichtig in den Abdruck. Nach einer Viertelstunde hielten wir den Gips voller Stolz in die Luft. Leider brauchten wir mehr Spuren, um die Täter zu fassen. Fragend schaute ich zu Bob herüber: „Welche Laster fahren denn hier wohl her?“ – „Der da“, rief er. „Achtung, er fährt weg. Auf die Räder und hinterher“, rief ich. So schnell wir nur konnten, fuhren wir dem Lastwagen hinterher. Völlig aus der Puste waren wir glücklich, dass er endlich hielt. Vor vielen Toren standen genau die selben Laster. Jetzt mussten wir uns nur noch an einen heranschleichen und den Abdruck vergleichen, und das taten wir. Zufrieden schauten wir uns an. Darauf suchten wir nach den Spuren, als wir heimlich in den Laster einstiegen, der mit dem Abdruck übereinstimmte. Mit der Taschenlampe leuchteten wir umher.

Plötzlich stockte mir der Atem: Blutspuren und Hundetatzen waren auf dem kalten Boden im Inneren des Lasters. Mit zitternden Händen tippte ich die 110. Als ich flüsternd der Polizei am Handy alles erzählt hatte, kamen sie schnell. Die Täter wurden geschnappt und wir bekamen einen Eisgutschein im Wert von 100 Kugeln von der Polizei. 

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