Technisches Hilfswerk feiert Geburtstag

Seit 50 Jahren einsatzbereit

Ein Notfall. Ein großer Schaden. Leben sind in Gefahr. Alarm. Martinshorn. Doch um die Ecke kommen dieses Mal keine roten, sondern tiefblaue Fahrzeuge. Im Einsatz: das Technische Hilfswerk (THW). Die Helfer gibt es seit 50 Jahren in Ahaus.

AHAUS

, 29.08.2016, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Technisches Hilfswerk feiert Geburtstag

Seit 1965 gibt es das THW in Ahaus.

Bei Großschadenslagen werden die Helfer des THW alarmiert. Sie unterstützen dann die örtlichen Retter von Feuerwehr und Hilfsdiensten. Kleinere Einsätze absolvieren sie zum Beispiel bei Verkehrsunfällen, wenn sie die Feuerwehr unterstützen und die Unfallstelle ausleuchten. Größere Einsätze sind Überschwemmungen oder Unwetter: „Der größte Einsatz der vergangenen Jahre war sicherlich das Schneechaos 2005“, sagt Stefan Wigger, Ortsbeauftragter des THW in Ahaus. In diesem Jahr waren die Helfer in Isselburg im Einsatz, als dort die Issel über die Ufer trat und drohte die Deiche zu zerstören. Auch 2012 beim massiven Hochwasser in und um Ahaus waren die THW-Helfer vor Ort.

Zwei Bergungsgruppen

1964 haben die ersten Helfer aus Ahaus – damals noch bei der Ortsgruppe Gronau – ihren Dienst aufgenommen. Ende 1965 wurde die Ahauser Ortsgruppe gegründet. Mit der Spezialisierung auf schweres Gerät und Räumaufgaben. Wie in jedem THW-Ortsverein verfügen auch die Ahauser über zwei Bergungsgruppen, die für allgemeine Aufgaben ausgerüstet sind: Retten und Bergen, Stromversorgung, jede Form von technischer Hilfeleistung. Die Fachgruppe Räumen ist außerdem mit schweren Baumaschinen ausgerüstet: Mit Radlader und Bagger können Hindernisse oder Trümmer beseitigt oder Gräben geräumt werden.

Wegfall der Wehrpflicht

Eine Änderung, die das THW empfindlich zu spüren bekommen hat, war der Wegfall der Wehrpflicht: Der Dienst im THW galt als Ersatzdienst. Zahllose Jugendliche absolvierten lieber den Dienst beim THW als in die Bundeswehr-Kasernen einzurücken. „Das ist jetzt natürlich vorbei“, sagt Stefan Wigger. Die Reihen seines Ortsvereins halten sich dennoch geschlossen: Der Jugendarbeit sei Dank. Helfer kommen aus ganz Ahaus und großen Teilen des Kreises Borken. Sogar aus Weseke kommen Helfer nach Ottenstein.

Neben der Erfahrung, anderen helfen zu können, gebe es noch einen Grund für die Mitgliedschaft: „Die Kameradschaft“, sagt Stefan Wigger.

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