„The Voice of Germany“: Linus Hemker aus Wüllen auf der großen TV-Bühne

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Für Linus Hemker aus Wüllen ist das Singen Hobby. Noch. Der 20-Jährige ist am Donnerstag auf ProSieben bei „The Voice of Germany“ zu sehen. Wir haben mit ihm über seinen Auftritt gesprochen.

Ahaus

, 16.09.2019, 20:08 Uhr / Lesedauer: 3 min

Alle TV-Kameras und Scheinwerfer sind auf ihn gerichtet: Linus Hemker aus Wüllen steht am Donnerstagabend im Fernsehen auf der großen Bühne. Der 20-Jährige tritt um 20.15 Uhr in der Gesangs-Castingshow „The Voice of Germany“ auf ProSieben auf.

„Eigentlich hatte ich das gar nicht vor“, erzählt Linus Hemker am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. Ein Talent-Scout war über die Internet-Plattform Youtube auf den Wüllener aufmerksam geworden.

Dort erreichen die von Linus Hemker selbst produzierten Songs bis zu 21.000 Views. Auf Instagram hat ihm sein musikalisches Talent bereits 8200 Follower beschert.

Videos auf Youtube

Au Youtube sind an die 30 Videos zu sehen, Linus Hemker covert zum Beispiel Songs von Lewis Capaldi, Ed Sheeran und Lady Gaga. „Bunt gemischt“, sagt er dazu, „meistens aus dem Popbereich.“ Aktuell gefallen ihm vor allem Lieder von Tash Sultana, einer australischen Sängerin.

Die erste Mail des Talent-Scouts lässt der 20-Jährige noch unbeantwortet, auf die zweite Mail antwortet er nach Zuspruch eines Freundes: „Mach das doch einfach mal.“

Über den Talent-Scout kommt der Wüllener zum Vorcasting für die neue Staffel von „The Voice of Germany“. Im März und April übersteht er mehrere Runden und wird im Juni schließlich nach Berlin eingeladen.

Dort, in den TV-Studios in Berlin-Adlershof, zeichnet ProSieben die Sendungen der neuen Staffel auf. Und dort trifft Linus Hemker zum ersten Mal auf die Coaches: Alice Merton, Sido, Mark Forster und Rea Garvey.

Bei den Vorcastings waren die Stars noch nicht dabei. Linus Hemker: „Ich glaube, es gab für diese Staffel 7000 Bewerbungen von Teilnehmern. Da können die Coaches natürlich nicht alle casten.“

Millionenpublikum

In Berlin steht Linus Hemker bei den Blind Auditions auf der Bühne: Er muss mit seiner Stimme überzeugen, denn die Coaches können ihn nicht sehen. Dafür sind die Fernsehkameras auf ihn gerichtet.

Wird man sich da bewusst, dass beim Auftritt ein Millionenpublikum vor dem Fernseher sitzt? „Bei den vorherigen Castings war die Anspannung geringer“, erzählt Linus Hemker. „Da war man mit anderen Teilnehmern in einem Raum und hat gesungen.“

Lampenfieber

Bei den Blind Auditions half die Bandprobe vor der Aufzeichnung. „Dadurch wurde die Anspannung ein bisschen genommen.“ Lampenfieber hatte der Wüllener nur kurz vor dem Gang auf die Bühne. „Bei der Aufzeichnung war ich komplett auf Autopilot. Ich weiß gar nicht mehr genau, was alles passiert ist.“

Erst Ende vergangener Woche durfte Linus Hemker seine Teilnahme an der Castingshow öffentlich machen. Unter dem entsprechenden Post auf seiner Facebook-Seite finden sich Dutzende Kommentare und hunderte „Daumen hoch“. Viele drücken ihm für Donnerstagabend die Daumen.

„The Voice of Germany“: Linus Hemker aus Wüllen auf der großen TV-Bühne

Linus Hemker war für die Aufzeichnung der Sendung eine Woche in Berlin. © SAT.1./ProSieben/Richard Hübner

„Ich habe meine Teilnahme relativ klein gehalten“, erzählt der 20-Jährige. Die Fahrt nach Berlin, der Auftritt bei den Blind Auditions blieb im Familienkreis. „Alle wünschen einem viel Glück. Aber letzten Endes ist man doch auf sich allein gestellt.“

„Super nette Leute“

Eine Woche war er für die Blind Auditions in Berlin. „Der Hotelaufenthalt mit den ganzen Teilnehmern war fast noch cooler als die Show selbst“, sagt er. „Da waren so viele unglaublich talentierte und super nette Leute.“

An einem Abend saßen alle zusammen in der Hotelbar und jammten „We Are the World“. „Das war unglaublich.“ Konkurrenzdenken habe es unter den Teilnehmern nicht gegeben. „Wir waren wie eine große Familie. Musik verbindet.“

Stillschweigen

Die Sendung selbst wird sich Linus Hemker am Donnerstagabend wahrscheinlich zu Hause anschauen, „mit meinen Eltern und ein paar Freunden.“

Wie es für ihn ausgegangen ist, darüber muss er – vertraglich mit der Produktionsfirma geregelt – Stillschweigen bewahren. Sein Blind-Audition-Song: „Someone You Loved“ von Lewis Capaldi.

Nur so viel verrät er: Sein Lieblingscoach ist Alice Merton, mit deren Musik kann sich der 20-Jährige am ehesten identifizieren. Zweite Wahl: Rea Harvey: Mark Forster und Sido? „Nicht so meins“, sagt er über die beiden Sänger.

Linus Hemker singt hin und wieder bei Hochzeiten, 2016 hatte er einen Auftritt beim Karneval in Wüllen. „Da ist The Voice of Germany für mich schon ein großer Schritt.“

Vergangenes Jahr hat er sein Abi am Canisiusstift abgelegt, aktuell arbeitet er als Kellner in einem Restaurant in Vreden und investiert daneben Zeit in sein Hobby Musik. Ob daraus mehr wird?

„Mal schauen“, antwortet Linus Hemker. „Ich denke mir, wenn nicht jetzt, wann dann? Vielleicht ergeben sich ja Projekte.“ Und falls nicht? „Dann starte ich nächstes Jahr eventuell eine Ausbildung.“

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