Traktorenfans zeigen alte "Schätzchen"

18.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ahaus Wenn es knattert und lärmt, dann schlägt das Herz von Mathias Fleischer höher. Zusammen mit zwölf weiteren Mitgliedern hat der Vorsitzende des Alt-Traktoren Club Ahaus sich dem Reparieren und Restaurieren alter Landmaschinen verschrieben. Zum zehnten Mal werden die Ergebnisse der Bastelarbeit des Clubs am 18. und 19. August vom Publikum zu begutachten sein.

Und nicht nur das, wie Fleischer verspricht: "Wir haben auch eine Sonderschau Lanz Bulldog und ein Rahmenprogramm. Man kann sich zum Beispiel ansehen, wie die Kartoffelernte zu Großvaters Zeiten abgelaufen ist."

Angefangen hatte alles 1987 mit einem heruntergekommenen Traktor, den zu restaurieren Siegfried Fleischer, der Vater von Mathias Fleischer, gereizt hatte. Und so wurde der Ahauser Club schließlich von Siegfried und Mathias Fleischer, Frank Enning, Mark Bos und Engelbert Vennhues gegründet.

Zum 20-jährigen Bestehen kommen nicht nur die "hauseigenen" Maschinen zum Einsatz. Insgesamt wurden 300 Traktoren aus dem ganzen Münsterland und sogar aus Holland eingeladen.

Wie die Clubmitglieder zu ihren Traktoren kommen, ist die eine oder andere Anekdote wert. So entdeckte Fleischer auf einer Fahrradtour beim Austreten per Zufall ein "Schätzchen", wie er die Maschinen liebevoll nennt, in einer Scheune. "Aber", so erklärt er, "solche Funde sind selten geworden." Wenn dann aber mal ein ausrangiertes Exemplar gefunden wurde, geht der Spaß los. Zerlegen, Bestandsaufnahme machen, Ersatzteile organisieren. Alles auf Vordermann bringen und schließlich zum TÜV.

"Das Basteln steht natürlich im Mittelpunkt, aber das Schöne daran, in einem Club organisiert zu sein, ist, dass man Fachgespräche mit Gleichgesinnten führen kann", lobt Fleischer die Vereinsarbeit. mf

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