Trotz und wegen Corona: Hoher Zulauf für „Nacht der Ausbildung“ in Ahaus

rnNacht der Ausbildung

Im April musste die „Nacht der Ausbildung“ wegen Corona abgesagt werden, nun steht der Nachholtermin fest. Die Resonanz ist riesig. Grund dafür ist auch da die Corona-Pandemie.

Ahaus

, 28.09.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich war die dritte „Nacht der Ausbildung“ in Ahaus bereits für den 2. April dieses Jahres geplant. Doch der Termin fiel mitten in die Hochphase der ersten Corona-Welle. Schon damals stand fest, dass die Veranstaltung nachgeholt werden soll. Nun gibt es auch ein Datum. Am Donnerstag, 5. November, von 17 bis 20 Uhr können sich alle Interessierten ab der neunten Klasse bei verschiedenen Ahauser Unternehmen einen Eindruck verschaffen.

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Silvana Terdues vom ausrichtenden „Ahaus e. V.“ freut sich über die starke Resonanz der lokalen Wirtschaft: „Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir noch einmal mehr Teilnehmer für das Projekt gewinnen. Insgesamt 76 Unternehmen werden an diesem Tag ihre Türen öffnen.“

Fast durchweg positives Feedback

Vom fast durchweg positiven Feedback zeigt sie sich im Gespräch mit der Redaktion fast selbst etwas überrascht: „Die meisten haben sich trotz Corona total gefreut, als wir den Nachholtermin bekanntgegeben haben.“ In den Folgen der Pandemie sieht sie sogar einen Grund für den hohen Zulauf: „Es war in diesem Jahr teilweise noch schwieriger als sonst, freie Ausbildungsplätze zu besetzten. Von daher war es für die Unternehmen ein mehr als willkommenes Angebot.“

Die teilnehmenden Unternehmen decken die verschiedensten Branchen ab.

Die teilnehmenden Unternehmen decken die verschiedensten Branchen ab. © Markus Gehring

Für Silvana Terdues und die anderen Organisatoren gestaltete sich die Vorbereitung allerdings nicht immer ganz einfach. „Es muss natürlich gewährleistet sein, dass alle Hygieneregeln eingehalten werden können“, sagt die Mitarbeiterin des „Ahaus e. V.“. Zur Sicherheit habe man viele Gespräche mit den teilnehmenden Unternehmen geführt. „Wir haben darauf hingewiesen, dass je nach Personenzahl die Maskenpflicht und Mindestabstände eingehalten werden müssen.“ Allgemein bemühe man sich, an allen Stellen das Infektionsrisiko zu minimieren.

Organisatoren setzen auf das Konzept der Vorjahre

Trotz der besonderen Umstände wird sich am Konzept der Vorjahre grundsätzlich nichts ändern. „Das hat sich einfach bewährt“, so Terdues. Die „Nacht der Ausbildung“ soll allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit geben, sich über Jobangebote und Unternehmen in Ahaus und Ortsteilen zu informieren – und zwar direkt vor Ort.

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Anhand eines Flyers können die Teilnehmer sehen, welche Betriebe an diesem Tag ihre Türen öffnen und sie selbstständig ansteuern. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. „Wegen der Corona-Regeln ist es aber natürlich nicht möglich, dass alle gleichzeitig ein Unternehmen besuchen“, erklärt Silvana Terdues.

„Nacht der Ausbildung“ findet kreisweit statt

Sie betont, dass sich die „Nacht der Ausbildung“ – die in diesem Jahr erstmals kreisweit gleichzeitig stattfindet – nicht nur an junge Menschen richtet, die nach der Schule eine Ausbildung anfangen möchten: „Immer mehr Unternehmen bieten auch die Möglichkeit eines dualen Studiums an. Das wissen viele gar nicht.“

Nun hofft Silvana Terdues darauf, dass die Veranstaltung auch wirklich stattfinden kann. Denn auch die Veranstalter registrieren die steigenden Infektionszahlen. „Aber wir bleiben optimistisch.“ Sollte die dritte „Nacht der Ausbildung“ wie erwartet stattfinden, wird es anschließend wie immer eine Feedback-Runde geben. Dort soll auch darüber diskutiert werden, ob das neue Datum – also der Spätherbst – sich besser oder schlechter eignet als der Frühling, in dem die Veranstaltung sonst stattfand.

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