Verein altert plötzlich um fast 100 Jahre

Bürger- und Junggesellenschützen

Der Bürger- und Junggesellenschützenverein Ahaus (bislang von 1584/1606) ist noch älter als bislang angenommen, wie umfangreiche Recherchen ergaben. Die Hauptversammlung beschloss daher am Ostermontag, 1482 als neues Gründungsjahr des Schützenvereins festzulegen.

AHAUS

08.04.2015, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verein altert plötzlich um fast 100 Jahre

Die neuen Outfits mit Vereinsaufschrift kamen gut an.

Vorgeschichte: Der Schützenrat hatte eine Arbeitsgruppe beauftragt, zu prüfen, ob der Schützenverein schon vor 1584 in Erscheinung getreten ist. Die Arbeitsgruppe - bestehend aus Herbert Wigbels, Bernhard Ikemann, Jochen Sundheim, Rudolf Hegemann und Thomas Wittenbrink - fand durch Recherchen in zahlreichen Unterlagen heraus, dass das Schützenwesen in Ahaus erstmals im Jahr 1482 urkundlich erwähnt wurde. Damals diente das Vogelschießen oder vorher das Papageienschießen als Waffenübung zur Einhaltung der Wehrfähigkeit der Schützen.

Die Arbeitsgruppe machte der Hauptversammlung den Vorschlag, die Satzung des Vereins zu ändern und 1482 als neues Gründungsjahr des Bürgerschützenvereins festzulegen. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Damit feiert der Schützenverein in diesem Jahr sein Schützenfest im 533. Jahr des Bürgerschützenvereins und im 409. Jahr der Junggesellenschützenvereins.

Pfingsten wird gefeiert

Präsident Felix Büter hatte zuvor die 130 erschienenen Schützen im Saal des Restaurants Enning "Zur Barriere" begrüßt. Neben dem Geschäftsbericht wurden auch der Kassenbericht und der Tätigkeitsbericht der Schießsportgruppe vorgestellt.

Ein weiterer Punkt war die Vorbereitung auf das kommende Schützenfest, das am Pfingstwochenende stattfinden wird. Andreas Lackmann, Chef des Protokolls, stellte das durch den Schützenrat gestaltete Programm vor. Beginnen wird das Schützenfest am Freitag vor Pfingsten mit einem Dämmerschoppen auf dem Oldenkottplatz. Anschließend geht es ins Festzelt im Schlossgarten zur Paroleausgabe.

Großer Zapfenstreich

Ein ökumenischer Gottesdienst in der Christuskirche bildet den Beginn des zweiten Festtages. Danach folgt der Schützenball des Königspaars Ludger Grünewald und Petra Beckers, die an diesem Abend letztmalig die Bürger- und Junggesellenschützen regieren werden.

Am Pfingstsonntag werden die Nachfolger des Königspaars ausgeschossen, die am Abend mit einem Großen Zapfenstreich und dem Krönungsball ihre zweijährige Amtszeit beginnen werden. Abgerundet wird das Festwochenende mit der Nachfeier am Pfingstmontag.

Lesen Sie jetzt