Von dem Container der Teststation und der Einrichtung ist nur noch Schutt und Asche übrig. Der Schaden geht in die Zehntausende. © Stephan Rape
Brandstiftung in Ottenstein

Video: Staatsschutz-Ermittlung nach Brand der Teststation läuft an

Noch gibt es keine heiße Spur auf der Suche nach dem möglichen Brandstifter, der am Sonntag die Teststation in Ottenstein angezündet haben soll. Doch die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Die Ermittlungen des Staatschutzes kommen nach dem Brandanschlag auf die Corona-Teststation in Ottenstein am vergangenen Sonntagmorgen langsam in Gang. Das hat Vanessa Arlt, Pressesprecherin der Polizei in Münster, am Dienstag auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt.


Noch gebe es allerdings keine konkreten Täterhinweise. „Es gibt einige Hinweise von Zeugen“, sagt sie. Zu welchen Ansätzen die führen können, mag sie noch nicht abschätzen.

Auch werde aktuell noch geprüft, ob das aktuelle Feuer mit dem Brand im August und der Sachbeschädigung wenige Wochen nach Eröffnung der Teststation zusammenhänge.

Zusammenhang mit vorherigen Angriffen sei bisher reine Mutmaßung

„Allein durch die räumliche Nähe könnte das natürlich in Zusammenhang stehen“, erklärt sie im Gespräch weiter. Noch gebe es dafür aber keinen Beweis. „Da einen Zusammenhang herzustellen, wäre im Moment reine Mutmaßung“, macht sie deutlich.

Der Staatsschutz, angegliedert bei der Polizei in Münster, hat die Ermittlungen gleich aus mehreren Gründen übernommen. Im Kern steht die Möglichkeit, dass der Angriff auf die Teststation einen politischen Hintergrund hat: Erstens weil eine Teststation wiederholt angegriffen wurde. Zweitens weil vor Ort der Schriftzug „Stop oder Tod“ auf eine Zeltwand gesprüht wurde.

Und schließlich handele es sich bei Ottenstein um den Geburtsort des aktuell noch amtierenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn. Auch das werde bei den Ermittlungen berücksichtigt.

Teststation in Ottenstein brannte am Sonntagmorgen lichterloh

Wie berichtet, war am vergangenen Sonntagmorgen (26. September) gegen 4.30 Uhr die Corona-Teststation auf dem Vorplatz des Stadions vom FC Ottenstein in Flammen aufgegangen und völlig zerstört. Der Container brannte völlig aus, das benachbarte Pavillonzelt wurde schwer beschädigt. Insgesamt ein Schaden von deutlich über 10.000 Euro.

Viel schlimmer ist für Betreiber Andre Hörst aus Alstätte allerdings die schriftliche Drohung, die Unbekannte auf eine Zeltwand gesprüht haben. „Auch meine Mitarbeiter haben Angst“, erklärte er gegenüber unserer Redaktion.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape