Viel zu schnell auf Mofa unterwegs

Bußgeld für Legdener

Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis muss ein 56-jähriger Mann aus Legden ein Bußgeld in Höhe von 900 Euro zahlen. Das Verfahren gegen ihn stellt das Amtsgericht in Ahaus mit dieser Auflage vorläufig ein.

LEGDEN/AHAUS

, 01.06.2016, 16:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Legdener wurde als Fahrer eines motorisierten Zweirads am 4. April auf der Straße Am Schloßgraben in Ahaus von einem Polizisten mit überhöhter Geschwindigkeit gestoppt. Nach Messung des Beamten war der Angeklagte mit 35 km/h auf seiner Mofa unterwegs.

Bei dieser Geschwindigkeit hätte der 56-Jährige eine gültige Fahrerlaubnis vorlegen müssen. Das konnte er nicht, da er schon einige Zeit keinen Führerschein mehr hatte.

Schuld abgeschoben

Der Legdener gab vor Gericht an, das Zweirad ein halbes Jahr vorher gebraucht als Mofaroller gekauft zu haben. In den Papieren habe gestanden, dass das Zweirad nur bis zu den erlaubten 25 km/h schnell sei. Zunächst schob der Angeklagte vor Gericht die Schuld auf den Vorbesitzer. Er leugnete außerdem, überhaupt so schnell gefahren zu sein.

Als der Richter ihm das Protokoll vom 4. April vorlas, das der Beamte aufgenommen hatte, rückte er von diesen Vorwürfen und der Leugnung des Vorfalls ab.

Fakten überzeugen

"Im Protokoll haben Sie angegeben, dass Sie schon bis zu 43 km/h mit dem Roller gefahren seien. Dann ist es kein Mofaroller, sondern ein Kleinkraftroller", überzeugte ihn der Richter von den Fakten.

Ab Juni muss der Angeklagte nun an die Landeskasse in vier Monatsraten jeweils 150 Euro als Bußgeld zahlen. "Erfolgt die Zahlung nicht, gibt es ein neues Verfahren mit Urteil", begründete der Richter die vorläufige Einstellung des Verfahrens.

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