Volksbank-Plan kommt gut an

Einstimmigkeit im Planungsausschuss

Unter dem Strich sind die Ahauser Politiker mit dem Entwurf für das neue Volksbank-Gebäude am Beginn der Fußgängerzone hoch zufrieden. Kopfschmerzen machte ihnen in der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstag aber noch die Parkplatzsituation rund um Innenstadt und Domhof.

Ahaus

, 17.03.2017, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Volksbank-Plan kommt gut an

So soll das neue Gebäude auf dem Grundstück der Volksbank einmal aussehen.Grafik: Hoff und Partner

Rund 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche sollen auf dem Grundstück der jetzigen Volksbankfiliale entstehen - für eine Drogerie und ein Modegeschäft (Münsterland Zeitung berichtete). "Wir müssen dort Parkplätze haben", sagte Hubert Kersting (UWG). Auch Thomas Vortkamp (CDU) warnte davor, eine Diskussion über Stellplätze auf die lange Bank zu schieben.

Goldene Zeiten vorbei

Walter Fleige, Stadtplaner der Stadtverwaltung hatte dazu auch erklärt, dass die Parkpaletten am Domhof bald saniert werden müssen. "Die goldenen Zeiten der Parkdecks sind vorbei", sagte er. Ob die in einer zukünftigen Planung Bestand haben, ließ er offen. Insgesamt solle versucht werden, das Schloss wieder direkter an die Stadt anzubinden. Er erklärte auch, dass die Verwaltung zuletzt bei Zählungen zu freien Stellplätzen in der Innenstadt noch erhebliche Reserven gemessen habe. "Zu unterschiedlichen Zeiten", sagte er.

Parkplätze und Trafohäuschen

Die Verwaltung nehme die Fragen zu Parkplätzen und auch zum Standort des Trafohäuschens der Stadtwerke als Hausaufgabe mit, sagte Bürgermeisterin Karola Voß.

Doch zurück zum eigentlichen Bauvorhaben: Insgesamt kam die Planung sehr gut an. Ludwig Niestegge (SPD) stellte jedoch die Gestaltung der Fassade in Frage. Die sei nicht symmetrisch. Kritik, die Andreas Beckers (UWG) so nicht stehen lassen mochte. Im Gegenteil: "Architektonisch und funktional halte ich diesen Entwurf für perfekt. Wir müssen nicht jeden Entwurf eines Architekten zerreißen", sagte er.

Zwei Anker für Ahaus

Reinhard Horst (FDP) begrüßte die Planungen ebenfalls. Mit dem Volksbank-Neubau am einen Ende und dem Kaufhaus Berken am anderen Ende habe die Ahauser Fußgängerzone in Zukunft zwei große Ankergebäude. Auch Thomas Vortkamp lobte die Planungen. "Das ist eine tolle Sache für die Innenstadt", sagte er. So könne in Ahaus neben dem bestehenden Einzelhandel auch Raum für großflächigere Geschäfte geschaffen werden.

Der Ausschuss stimmte den vorgestellten Planungen am Ende einstimmig zu. Aufgrund dieser Entscheidung soll die Verwaltung nun die Bauleitplanung voranbringen. Gleichzeitig soll der Kostenrahmen für die Verlegung des Trafohäuschens und für die weitere Gestaltung der Tiefgarage ermittelt werden.Stephan.Teine@mdhl.de

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