Vom 15. Hilfstransport aus Rumänien zurück

Ahauser Nothilfe

Bereits zum 15. Mal seit 1997 haben Ralf Düesmann, Lorenz und Dana Richters von der Ahauser Nothilfe einen Hilfstransport nach Rumänien gebracht – an „Bord“ des Fahrzeugs wieder hochwertige Spenden wie Hygieneartikel, Medikamente, Spielsachen, Tornister, Schulhefte sowie weitere Dinge des täglichen Bedarfs für Waisen- und Straßenkinder. Aus dem 1700 Kilometer entfernten Timisoara zurückgekehrt, schildert Ralf Düesmann seine frischen Eindrücke im Interview.

AHAUS

von Von Manfred Elfering

, 24.11.2011, 18:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besonders beliebt bei den Kindern sind natürlich Süßigkeiten und Spielsachen. Auch eine große Menge an Schulmaterial und Tornister haben wir dieses Mal wieder mitgebracht, was die Heimleiterinnen besonders freute.

Für das Kinderheim Otniel hatten wir eine besondere Überraschung: Damit die Heimkinder auch weiterhin musikalisch unterrichtet werden können, haben wir die schon längere Zeit defekte Gitarre ersetzt und ein neues Instrument gekauft. Sofort wurden die Gitarre und der neue Notenständer samt Notenbuch „ausprobiert“. Die Kinder waren begeistert.

Die Heime stehen nach wie vor unter kirchlichem Schutz und müssen dennoch für die Versorgung selber aufkommen. Daher stellt sich immer wieder die Frage: Wie bekommen wir die Kinder satt? Diese Not konnten wir auch wieder lindern, indem wir einen großen Vorrat an Grundnahrungsmitteln für beide Kinderheime einkauften. Überglücklich lagern die Leiterinnen der Kinderheime, Frau Iuga und Frau Stan, die Lebensmittel in den Vorratskellern ein. Das Winterhalbjahr ist damit gesichert.

Zum dritten Mal haben wir in Timisoara im Krankenhaus eine Abteilung für die Kinder- und Jugendpsychiatrie besucht. Erkrankungen dieser Art wurden früher von Seiten des Staates nicht anerkannt oder abgelehnt, aber mittlerweile hat man auch dort erkannt, wie wichtig es ist, diesen Menschen zu helfen.

Die Abteilung im Krankenhaus wurde vollständig saniert und ist „Vorzeigeobjekt“ in Timisoara. Leider werden die Versorgung der Patienten und die Inneneinrichtung der Krankenzimmer nicht gefördert. Daher kauften wir eine große Menge an Gemüse ein, welches eingekocht wird und als Wintervorrat dient. Für das Behandlungszimmer der ehrenamtlich tätigen Psychiaterin und Psychologin Prof. Dr. Gulyas haben wir bei unserer Ankunft eine Musikanlage für die musikalische Therapie gespendet.

Ja, beim Abschied mussten wir unbedingt allen versprechen: „Wir kommen wieder.“

Auf jeden Fall: Wir wollen uns künftig vermehrt um das Kinderheim und die Tagesklinik in Timisoara kümmern. Auch Geldspenden, die vor Ort in Sachgüter wie Lebensmittel, Schulbedarf und Bekleidung umgesetzt werden, sind immer willkommen, Ich bin jederzeit ansprechbar: Tel. (0 25 61) 4 49 11 52, mobil: 0171/ 5 32 83 44.

 

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