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Von zwei Grundschulen in Ahaus wechseln besonders viele Schüler aufs Gymnasium

rnSchulwechsel

Von der Aabachschule und der Andreasschule wechseln zum neuen Schuljahr deutlich mehr Schüler zum Gymnasium als an allen anderen Ahauser Grundschulen.

Ahaus

, 18.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Fast 50 Prozent der Viertklässler der Aabachschule und der Andreasschule wechseln nach Abschluss der 4. Klasse zum Schuljahr 2019/2020 auf das Gymnasium. Mit ihren Quoten liegen diese beiden Grundschulen deutlich vor allen anderen Grundschulen in Ahaus und den Ortsteilen. Das geht aus einer von der Stadtverwaltung am Mittwoch im Schulausschuss präsentierten Statistik hervor.

Von der Aabachschule wechseln zum neuen Schuljahr 48,6 Prozent der Viertklässler – in Zahlen ausgedrückt 18 – auf das Gymnasium. Von der Andreasschule sind es 47,9 Prozent (23 Schüler). Zum Vergleich: Von der Pestalozzischule wechseln 26,7 Prozent der Viertklässler aufs Gymnasium (12 Schüler), von der Josefschule sind es 25,4 Prozent (16 Schüler). Auch die Burgschule, die Gottfried-von-Kappenberg-Schule, die Katharinenschule und die Helene-Helming-Schule bleiben jeweils mit ihren Übergangsquoten unter 30 Prozent.

Schulwechsel

Als weitere „Auffälligkeit“ nannte Reinhold Benning (Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Sport) die Übergangsquote der Schüler der Helene-Helming-Schule zur Realschule. „Sie ist mit 44,4 Prozent im Vergleich zu den anderen Grundschulen recht hoch.“ Noch einen Wert stellte Reinhold Benning heraus: Von den Viertklässlern der Katharinenschule in Alstätte wechseln fast 50 Prozent auf die Gesamtschule. Warum, dafür hatte Benning folgenden Erklärungsversuch: „Es könnte mit dem ehemaligen Hauptschulstandort zu tun haben.“ Auch die Viertklässler der Pestalozzischule wechseln vorwiegend zur Gesamtschule (40 Prozent); ebenso die jetzigen Viertklässler der Gottfried-von-Kappenberg-Schule (46,9 Prozent).

Reinhold Benning erklärte, dass die dem Ausschuss vorgelegte Statistik für die Schulentwicklungsplanung der Stadt von Bedeutung sei. „Weil man möglicherweise Tendenzen daraus erkennt.“ Einen Grund für die „Ausreißer“ Aabachschule und Andreasschule mit ihren verhältnismäßig vielen angehenden Gymnasiasten konnte die Stadt aber auf Anfrage nicht nennen. „Es handelt sich um Empfehlungen der Schule und Entscheidungen der Eltern“, erklärte Stadtsprecherin Anna Reehuis. Die Verwaltung habe mit allen Schulleitern gesprochen und die jeweiligen Zahlen vorgestellt. „Sie haben es zur Kenntnis genommen.“

Viele Faktoren spielen eine Rolle

Oda Voerste, Rektorin der Aabachschule, nannte mehrere Gründe. „Die Kollegen leisten gute Arbeit“, sagte die Schulleiterin auf Anfrage. „Wir haben ein junges und motiviertes Kollegium und überschaubare Klassengrößen.“ Doch würden noch viele andere Faktoren eine Rolle für den Schulwechsel spielen. „Zum Beispiel, wie der Schüler im Elternhaus begleitet wird.“ In einem schwierigen Umfeld sei auch das Lernen schwieriger. Für die aktuellen Viertklässler gelte, dass es sich insgesamt um einen lernstarken Jahrgang handele. „Das sind gute Schüler.“ Wobei ein Wechsel aufs Gymnasium nicht immer der Weisheit letzter Schluss sein müsse. Oda Voerste: „Es gilt, für jedes Kind den richtigen Weg nach dem vierten Schuljahr zu finden.“

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