Vor Arbeitsgericht gewonnen

Warten im Prozess zwischen Thaleund Krankenhaus

Noch keinen Schritt weiter ist der Streit zwischen Aloysia Thale (Foto), ehemalige Chefärztin der Gynäkologie, und dem St. Marienkrankenhaus seit dem Prozess im vergangenen September gekommen. Die Berufung vor dem Landesarbeitsgericht steht aus. Einen Termin für eine Verhandlung vor dem Gericht in Hamm gebe es nicht.

AHAUS

, 31.12.2015, 00:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

AHAUS. Noch keinen Schritt weiter ist der Streit zwischen Aloysia Thale (Foto), ehemalige Chefärztin der Gynäkologie, und dem St. Marienkrankenhaus seit dem Prozess im vergangenen September gekommen. Die Berufung vor dem Landesarbeitsgericht steht aus. Einen Termin für eine Verhandlung vor dem Gericht in Hamm gebe es nicht.

Gelassenes Abwarten

Thales Anwalt Norbert H. Müller sieht den kommenden Instanzen gelassen entgegen: "Vor dem Arbeitsgericht haben wir gewonnen. Aber natürlich gibt es eine zweite Instanz, die die Gegenseite anrufen kann", sagt er. In diesem Prozess verwundere ihn jedoch gar nichts mehr, sagt er auf Anfrage der Münsterland Zeitung. "Wir haben alle Argumente vorgetragen", so Tobias Rodig, Leiter Öffentlichkeitsarbeit des Krankenhauses. Inhaltlich werde das Krankenhaus diese nicht weiter kommentieren. Man warte jetzt die weiteren Instanzen ab. Er bekräftigt jedoch, dass das Krankenhaus alle Rechtsmittel einlegen werde. Rodig kann nicht abschätzen, wann das Verfahren fortgesetzt werde. "Die Termine macht das Gericht", sagt er. Müller schätzt, dass es im Laufe des Frühjahrs etwas werden könnte. Wann genau lässt auch er offen.

Das Krankenhaus hatte die Ärztin im Oktober 2014 fristlos entlassen. Daran schloss sich erst der Protest vieler Patientinnen und dann der Gang vor das Arbeitsgericht an. Im September entschied das Gericht, dass die fristlose Kündigung nicht rechtens war. Thale soll ihr Budget nicht eingehalten, einen beleidigenden Umgangston gepflegt und ein Protokoll gefälscht haben. Das sah das Gericht bisher anders.

Thale hält an ihrem Standpunkt fest: Sie fordert den Erhalt ihres Arbeitsplatzes in Ahaus und hat eine Abfindung bislang immer ausgeschlagen.

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