Wanderkapelle wieder im Kreis Borken

Barockkirche Zwillbrock

VREDEN Nachdem die Wanderkapelle, ein Projekt der Skulptur Biennale Münsterland im Jahr 2005 , für rund zwei Jahre mit Stationen in Weingarten und Leibertingen in Baden-Württemberg unterwegs war , ist sie nunmehr in den Kreis Borken zurückgekehrt. Sie ist in Zwillbrock unmittelbar neben der Barockkirche wieder zu sehen.

22.12.2009, 12:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nicht jedem Betrachter erschließt sich auf dem ersten Blick der Kapellencharakter der etwa 1200 Kilogramm schweren Aluminiumskulptur. Ein näherer Blick lohnt.

Nicht jedem Betrachter erschließt sich auf dem ersten Blick der Kapellencharakter der etwa 1200 Kilogramm schweren Aluminiumskulptur. Ein näherer Blick lohnt.

Dienten zuerst noch Tücher und später ein Marktzelttuch zum Schutz des Allerheiligsten gegen das Winterwetter, so wurde im darauf folgenden Jahr noch vor dem Osterfest eine einfache hüttenartige Kapelle aus Torfschadden mit Strohdach für etwa 200 Menschen errichtet. Aber schon im Herbst 1652 zogen die Patres in ein kleines massives Kapellengebäude mit Wohnung ein, das fortan als Kloster „Betlehem up´t Zwillbrock“ als Missionsstation für die katholischen Niederländer diente.

„Der krasse Gegensatz zwischen der kleinen asketisch anmutenden Wanderkapelle und der reich ausgestatteten Barockkirche führt noch einmal in der jetzigen Weihnachtszeit gedanklich zurück in die Zeit der Glaubensverfolgung und in die bescheidenen Anfänge des früher bedeutenden Missionsklosters an der Grenze zu den Niederlanden“, so der Freundeskreis. 

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