Wasserstoff soll auch in Ahaus Energieträger der Zukunft werden

Energieversorgung

Wasserstoff hat Zukunft als Mittel der Energieversorgung, davon ist die Wirtschaftsförderung überzeugt und hat nun ein Projekt zur Standortversorgung angestoßen, das in Ahaus getestet wird.

Ahaus

28.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Machten sich vor Ort in Heek ein Bild: Christoph Wischemann (Assistenz der Vertriebsleitung 2G Energietechnik), Christian Grotholt (CEO der 2G Energy AG), Landrat Dr. Kai Zwicker, Karl-Heinz Siekhaus (Geschäftsführer der Stadtwerke Ahaus), Karola Voß (Bürgermeisterin in Ahaus), Christian Heinrich (Projektingenieur der FH Münster), Dr. Markus Könning (Leiter Innovationsberatung der WFG). Es fehlt ein Vertreter der Westfälischen Hochschule.

Machten sich vor Ort in Heek ein Bild: Christoph Wischemann (Assistenz der Vertriebsleitung 2G Energietechnik), Christian Grotholt (CEO der 2G Energy AG), Landrat Dr. Kai Zwicker, Karl-Heinz Siekhaus (Geschäftsführer der Stadtwerke Ahaus), Karola Voß (Bürgermeisterin in Ahaus), Christian Heinrich (Projektingenieur der FH Münster), Dr. Markus Könning (Leiter Innovationsberatung der WFG). Es fehlt ein Vertreter der Westfälischen Hochschule. © WFG

Gemeinsam mit der 2G Energy AG, der FH Münster, der Westfälischen Hochschule, den Stadtwerken und der Stadtverwaltung Ahaus hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) im Rahmen des Förderprogramms „Kommunen innovativ“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eine Projektskizze mit dem Titel „Nachhaltige und dezentrale Energieversorgung auf Wasserstoff-Basis“ beantragt.

Ziel des Förderprogramms ist es, Projekte zu unterstützen, die die Daseinsvorsorge in den Kommunen und Regionen durch eine nachhaltige Entwicklung stärken, schreibt die WFG in einer Pressemitteilung.

Technologie der Zukunft

In einem Vor-Ort-Termin bei 2G in Heek bekräftigten die Projektbeteiligten ihre Absichten der Zusammenarbeit, denn: Die Wasserstoff-Technologie wird in Zukunft immer wichtiger.

„Wenn wir die Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich betrachten, die im Umweltschutz tätig sind, spielen wir im Kreis Borken schon jetzt ganz vorn mit. Mit 35 Betrieben und fast 3000 Beschäftigten führen wir das Ranking an“, so Landrat Dr. Kai Zwicker. Diesen Nutzen für die Wirtschaftsregion gelte es auszubauen.

Dialog mit den Bürgern

Christian Grotholt (2G) ist überzeugt, dass auch die Aufklärungsarbeit und der Dialog mit den Bürgern ein wichtiger Baustein ist: „Ahaus als Testprojekt ist besonders gut geeignet, da sich die Bürger dort schon seit langer Zeit für regenerative Energien einsetzen. Die Wasserstofftechnologie ist hierbei eine sehr gute Alternative, gut für den Mittelstand und den Wettbewerb.“

„Wie sieht das Wohngebiet von morgen aus? Was müssen wir bei der Erschließung von Wohngebieten konkret beachten?“ Diese und weitere Fragen sieht Bürgermeisterin Karola Voß aus Ahaus auf sich zukommen. Zusammen mit den Stadtwerken und Karl-Heinz Siekhaus macht sie sich zum Thema Standortversorgung in der Praxis Gedanken.

Stabilisierung des Stromnetzes

Das Projekt ist auch aus Sicht der Stadtverwaltung wichtig. „Die Stabilisisierung des Stromnetzes wird mit zunehmender volatiler Erzeugung aus erneuerbaren Energien immer wichtiger. Wir erhoffen uns mit diesem Projekt hierzu wichtige Erkenntnisse“, so Karl-Heinz Siekhaus (Stadtwerke).

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Für Christian Heinrich, Projektingenieur der FH Münster, ist besonders der Transfer von Wissenschaft in die Praxis interessant. „Mit den Projektpartnern aus Forschung, Wirtschaft, Energieversorgung und Verwaltung haben wir beste Voraussetzungen, gute Projektergebnisse zu erzielen und Wasserstoff als Energieträger in Ahaus zu etablieren“, so Heinrich.

Rückmeldungen ab September

Mit ersten Rückmeldungen zur eingereichten Projektskizze wird ab September gerechnet. „Wie auch immer der Förderbescheid ausgehen wird, wir wollen die Thematik weiter voranbringen und werden dazu auch weitere Förderprogramme in Betracht ziehen“, so Dr. Markus Könning, Leiter der WFG-Innovationsberatung.

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