Wettbewerb Kulturzentrum: Drei Preisträger stehen fest

Auftragsvergabe im Herbst

Zwölf Stunden lang hat das Preisgericht am Montag über 19 Wettbewerbsentwürfe für das Kulturzentrum beraten und dann entschieden. Am Donnertagabend wurde das Geheimnis im Ausschuss für Stadtentwicklung gelüftet. Nach welchem der drei Siegerentwürfe die neue Stadthalle und die Stadtbücherei errichtet werden, steht aber noch nicht fest.

AHAUS

27.04.2012, 17:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

as zweitplatzierte Büro Halfmann Architekten aus Köln ist der einzige Preisträger, der auf einen kompletten Abriss der Stadthalle verzichtet und stattdessen das vorhandene Stahlskelett der bestehenden Halle nutzen will. Das sei allerdings ein enges Korsett, so Fleige. Um die mit goldfarbenem Blech verkleidete Halle gruppiert der Entwurf einen zweigeschossigen Neubau mit dunklem Verblender.

Bez+Kock Architekten überzeugten die Jury mit ihrem durchgängig zweigeschossigen Konzept. Im lichten Foyer mit seinen Galerien entwickele sich ein „sehr erhebendes Gefühl – das hat was“, so Fleige. Allerdings hat das Gefühl auch seinen Preis. Das Vorhaben zählt eher zu den teureren Entwürfen. Der Stadtentwicklungsausschuss beauftragte die Verwaltung einstimmig (bei Enthaltung der UWG), die drei Siegerentwürfe jetzt weiter zu prüfen und in das Verhandlungsverfahren einzutreten. Gleichzeitig erklärte Herbert Wigbels nach der Vorstellung der Entwürfe im Schnelldurchgang: „Ich habe noch viel Bahnhof verstanden. Das muss alles noch mal detaillierter vorgestellt werden. 

Die drei Preisentwürfe werden jetzt auf Herz und Nieren geprüft. Wo liegen ihre Stärken? Wo muss nachgebessert werden? Diese Fragen, so Bürgermeister Felix Büter stünden in den nächsten Monaten im Mittelpunkt. Denn auch die drei Siegerentwürfe hätten noch Schwachstellen, die aber „heilbar“ seien. Ein weiteres wichtiges Kriterium werden auch die Kostenschätzungen sein. Die Preisträger werden aufgefordert, detaillierte Kostenschätzungen abzugeben. Diese wiederum werden von einem unhabhängigen Ingenieurbüro auf Plausibilität geprüft. „Wir wollen ja keine bösen Überraschungen“, so Walter Fleige vom Fachbereich Stadtplanung. Im „frühen Herbst“ wird die Verwaltung eine Empfehlung abgeben. Dann entscheidet der Rat über die Auftragsvergabe. Die in Aussicht gestellte 60-prozentige Förderung durch das Land NRW ist nach den Worten von Bürgermeister Büter „relativ sicher“, auch wenn der Landeshaushalt noch nicht verabschiedet sei. 

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