Widerstand gegen weiteren Atommüll wächst

Bürgerinitiative Ahaus

In der Fußgängerzone hat die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ am Samstag informiert und für die Unterzeichnung der Ahauser Erklärung geworben - mit Erfolg.

Ahaus

, 21.10.2018, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf dem Oldenkottplatz informierte die Bürgerinitiative und sammelte weitere Unterschriften.

Auf dem Oldenkottplatz informierte die Bürgerinitiative und sammelte weitere Unterschriften. © Elvira Meisel-Kemper

„Ich bin überzeugter Ahauser. Ich habe keine Lust, dass aus dem Brennelementezwischenlager ein Endlager wird. Meine Unterschrift ist ein kleiner Beitrag, etwas dagegen zu unternehmen“, äußerte sich Ingo Stang kurz nach seiner Unterschrift am Stand der Bürgerinitiative Ahaus (BI) auf dem Oldenkottplatz am Samstagvormittag. Genau darum ging es der BI und ihren Mitgliedern um den Vorsitzenden Hartmut Liebermann, der ebenfalls im Einsatz war an diesem sonnigen Vormittag. Es war der Auftakt für mehrere Aktionen.

Erfolgreiche Aktion

Drei Stunden lang standen Liebermann und seine Mitstreiter Rede und Antwort und warben um Unterschriften. Zur Halbzeit waren es schon weit über 100 Unterschriften für die Ahauser Erklärung gegen weitere Einlagerungen. „Im März werden wir noch einmal eine große Aktion starten. Bis dahin werden wir weiterhin Unterschriften sammeln. Die Leute können sich heute auch die Unterschriftenzettel mitnehmen und im Freundeskreis weiterreichen. Sie werden dann der Bundesumweltministerin in Berlin überreicht“, sagte Liebermann.

Anna-Lena Hüsing leistete ebenfalls ihre Unterschrift aus voller Überzeugung: „Ich finde das gut, dass sich Leute gegen den Atommüll engagieren. Es hat ja auch schon viel gebracht.“

BI-Neumitglied Frauke Kölsch (L.) sammelte ebenfalls Unterschriften.

BI-Neumitglied Frauke Kölsch (L.) sammelte ebenfalls Unterschriften. © Elvira Meisel-Kemper

Einer der jüngsten Unterzeichner war Finn Holtmann aus Vreden, der dort die zehnte Klasse besucht. Sein Interesse wurde erst am Stand geweckt durch die Informationen, die ihm BI-Mitglied Frauke Kölsch gab. „Interessiert euch die Umwelt? Betrachtet euch mal als Multiplikatoren“, warb Kölsch erfolgreich um die Unterschrift des Schülers, der von einem Klassenkameraden aus Holtwick begleitet wurde. „Ich weiß, dass in Belgien ein Atomkraftwerk steht. Mit dem Brennelementezwischenlager in Ahaus habe ich mich noch nicht beschäftigt. Ich würde das gern in unserer Klasse als wichtiges Thema einbringen“, sagte Holtmann nach seiner Unterschrift. Dazu konnte er einiges an Informationen mitnehmen.

„Die jungen Leute sind unsere Zukunft. Es ist wichtig, dass jeder eine Unterschrift leistet und noch einen Sack von Freunden und Verwandten dazu animiert“, äußerte sich Frauke Kölsch zufrieden. Sie ist erst seit drei Monaten Mitglied in der BI Ahaus, obwohl sie aus einem ihrer anderen Engagements mit den Mitgliedern und den Zielen der BI bestens vertraut ist.

Umweltstammtisch

„Ich leite seit zwei Jahren einen Umweltstammtisch. Das nächste Mal treffen wir uns am 29. Oktober um 19 Uhr wieder in der Gaststätte ,Am Schulzenbusch‘. Es ist noch so viel zu tun, nicht nur gegen die Atomkraft“, verriet sie im Gespräch und warb weiter erfolgreich um Unterschriften für die Ahauser Erklärung, die auch online unterzeichnet werden kann.

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