416 Kilometer großes Wegenetz: Ahauser Wirtschaftswege sollen modernisiert werden

rnWirtschaftswegekonzept

In Ahaus gibt es zahlreiche Wirtschaftswege. Einige sollen bald modernisiert werden. Bürger konnten bei der Entscheidung, welche Wege wichtig sind und eine Sanierung benötigen, mitreden.

Ahaus

, 20.02.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Ahaus möchte, dass die Wirtschaftswege in Ahaus und den einzelnen Ortsteilen nachhaltig modernisiert werden. Es geht um 5433 Wegeabschnitte, insgesamt besteht das Wegenetz aus 416 Kilometern. Bei der Entscheidung, welche Wege modernisiert werden sollen, hatten auch die Bürger ein Mitspracherecht. Es geht um mehrere Hunderttausend Euro für das sogenannte Wirtschaftswegekonzept.

Zu 188 der über 5000 Wege gab es Kommentare von Bürgern der Stadt Ahaus. Die Anmerkungen wurden zum einen bei einer Arbeitssitzung angegeben, zum anderen konnten Bürger online ihre Meinung kundtun. „Das betreuende Ingenieurbüro Ge-Komm aus Melle wertet das als gute Beteiligung“, sagt Stefan Hilbring, Pressesprecher der Stadt Ahaus.

Wirtschaftswege wurden in Kategorien eingeteilt

Beim Wirtschaftswegekonzept, erklärt er, „geht es ausschließlich um die Nutzung der Wege“. Die einzelnen Wege werden in verschiedene Kategorien je nach Nutzungshäufigkeit und Wichtigkeit eingeordnet.

Ahauser wurden aufgefordert, die bestehenden Kategorisierungen zu bewerten und Änderungswünsche abzugeben. So wurde dann beispielsweise „ein angenommener Hauptwirtschaftsweg der Kategorie C zu einem untergeordneten Wirtschaftsweg mit Fußgängerverkehr der Kategorie D“.

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Die bisherige Kategorisierung sei ein Ergebnis „aus dem Ur-Konzept der Stadt Ahaus von 2012/2013“ sowie einer Befahrung durch Ge-Komm im September des vergangenen Jahres, sagt Hilbring. Bei der Befahrung ging es vornehmlich darum, Fotos von den Wegen zu machen, Fahrbahnbreiten zu messen und Zustandsdaten zu erfassen. „Die Kategorien und die weiteren Daten helfen den Planern, konkrete Maßnahmen richtig einzuschätzen“, so der Pressesprecher.

Keine Maßnahmen, nur Handlungsempfehlungen

Die Änderungswünsche der Bürger wurden allerdings „nicht einfach so übernommen“. Vielmehr wurden die Vorschläge von dem Unternehmen Ge-Komm, das sich auf die kommunale Infrastruktur spezialisiert hat, und dem Sachbearbeiter der Stadt Ahaus in jedem Einzelfall noch mal geprüft. In einer zweiten Arbeitssitzung wurden dann die abschließenden Ergebnisse präsentiert, diskutiert und festgelegt.

Konkrete Maßnahmen beinhaltet das Wirtschaftswegekonzept allerdings nicht, betont Stefan Hilbring. Das Konzept „gibt eine Handlungsempfehlung an Verwaltung und politische Gremien“, erläutert er. In der vergangenen Woche wurde das fertiggestellte Konzept bereits zur Prüfung und Anerkennung an die Bezirksregierung Münster geschickt.

„Wenn das Konzept seitens der Bezirksregierung anerkannt wird, können für Maßnahmen zur nachhaltigen Modernisierung der Wirtschaftswege Förderanträge gestellt werden.“ Dann könnte es bis zu 500.000 Euro oder bis zu 70 Prozent der Gesamtkosten als Förderung für die Stadt Ahaus geben.

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