Würfelspiel endete mit Gewalt

30.07.2007, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wüllen Mit einem "blauen Auge" kam ein 46-Jähriger aus Wüllen noch einmal beim Amtsgericht in Ahaus davon. Er hatte am 3. März in einer Gastwirtschaft einen 42-jährigen Mann nach einer Auseinandersetzung mit einem Bierglas im Gesicht verletzt. Der Richter stellte gegen den 46-jährigen, zum ersten Mal vor Gericht stehenden und einsichtigen Angeklagten das Verfahren vorläufig ein. Ganz ohne Denkzettel kam er allerdings nicht davon. Die Auflage einer Geldbuße von 1800 Euro, die er in Raten bezahlen kann, soll ihn an das Unrecht seiner Tat erinnern. Der Angeklagte war zur Tatzeit mit 2,2 Promille total betrunken. Unstimmigkeiten über die Regeln eines Knobelturniers in einem Wüllener Gasthof führten dazu, dass er handgreiflich wurde. Der 46-Jährige fühlte sich in der Wertung nicht fair behandelt. Als er das Lokal verließ, griff er nach einem auf einem Tisch stehenden Bierglas und schüttete dem 42-Jährigen, der mit der Ausrichtung des Turniers betraut war, den Inhalt ins Gesicht und warf danach das Glas hin terher. Das Glas zersplitterte, und der Getroffene musste verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dort wurden ihm mehrere Glasscherben entfernt und eine Schnittwunde an der Stirn vernäht. Der Verletzte legte in der Hauptverhandlung keinen Wert auf eine Bestrafung des Angeklagten mehr, da man sich bereits außergerichtlich einigte, und er 1500 Euro Schmerzensgeld von dem Angeklagten erhalten hatte. ek

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