Zu Gast im Dorf der Flachdächer

16.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ahaus Auf dem Nord-Ost-Polder in der jüngsten niederländischen Provinz Flevoland hatte die Sonne freie Bahn, als 42 Ahauser dort für eine Woche zu Besuch waren. In erster Linie galt dieser Besuch dem Ort Nagele, mit dem Ahaus eine alte Na- menstradition verbindet.

Der Heimatverein Ahaus hatte zu einer Tagesfahrt aufs Polderland eingeladen. In Nagele empfing Harm Piet Smith, Initiator des Museums Nagele, der erst wenige Tage vor dem Besuch nach acht Jahren aus dem Amt des Vorsitzenden des Musemsvereins mit einer großen Feier verabschiedet worden war, in überaus freundlicher Weise die Gäste aus Ahaus. Das Museum wurde eingerichtet in der ehemaligen katholischen Kirche von Nagele nach einer Gemeindefusion.

Dem Meer abgerungen

Mehr als die alte Geschichte, die die Ursache für die Verbindung nach Ahaus ist, breitete Smith die Geschichte der Landgewinnung in der Zuidersee aus und zeichnete ein Bild der enormen Leistung der Niederlande bei der Trockenlegung großer Teile des Meeres. Längst nicht alle Arbeiter, die beim Deichbau und der Trockenlegung des Landes eingesetzt waren, haben die Strapazen durchstehen können. 407 Jungbauern aber, die bis zum Ende durchhielten, wurden als die ersten Pioniere dort heimisch.

Leben im Grünen

Die Einwohner haben dieses Dorf angenommen und Menschen von heute wohnen gerne dort, weil es ein Leben im Grünen bietet. So haben sich selbst Leute angesiedelt, die täglich die 80 Kilometer Fahrt zur Arbeitsstelle in Amsterdam oder anderen Städten auf sich nehmen.

Der Besuch wurde abgerundet durch einen Aufenthalt auf der ehemaligen Insel Schokland mit dem Museum der Poldergeschichte. Die Insel zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe - als Denkmal für den Jahrhunderte langen Kampf der Menschen gegen die Gewalt des Wasser.

Abstecher nach Urk

Leben und Geschichte in der Zuidersee wurde ein wenig lebendig beim Rundgang durch das alte Fischerdorf Urk (Sprachkundler nennen es "Ork"), das allen Stürmen der Jahrhunderte auf hohem eiszeitlichen Geschiebeberg getrotzt hat.

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