Zwei Schilder entschärfen den Parkplatzärger am Krankenhaus

rnParken am Krankenhaus

Falschparker, Dauerparker – lange ärgerten sich Anlieger der Straße Am Kalkbruch über gefährliche Verkehrssituationen, weil Autofahrer auf den Radweg auswichen. Damit ist jetzt Schluss.

Ahaus

, 01.02.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht jedes Verkehrsschild zeigt Wirkung – so manches wird schlichtweg ignoriert. Ganz anders verhält es sich aktuell in der Straße Am Kalkbruch.

Lange Zeit sorgte dort die Parksituation für Ärger. Immer wieder beschwerten sich die Anlieger der Straße über Dauerparker und Falschparker (wir berichteten mehrfach).

Das Problem: Im Eingangsbereich zum Wohngebiet, vom Kreisverkehr Wüllener Straße kommend, suchen Besucher oder Bedienstete des St.-Marien-Krankenhauses häufig nach kostenfreien Langzeitparkplätzen. Zum Leidwesen der Anlieger, denen teilweise die Einfahrten zugeparkt werden. Auch zum Leidwesen von Radfahrern. Durch die zugeparkte Fläche in Richtung Nünnings Busch musste der Gegenverkehr oftmals auf den Gehweg Richtung Kreisverkehr ausweichen.

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Jetzt ist in einem Teil der Straße Schluss mit dem wilden Parken. Anfang Dezember vergangenen Jahres gab es einen Ortstermin mit Anliegern. Ein erstes Ergebnis dieses Gesprächs ist nun am Straßenrand deutlich zu sehen. Die Stadt ordnete zwischen dem Kreisverkehr Wüllener Straße und der Stichstraße Wynk ein Parkverbot an und stellte zwei entsprechende Schilder (absolutes Haltverbot) auf.

Damit hat die Stadt ihre einstige Linie deutlich geändert. Noch Mitte 2018 hieß es aus dem Rathaus, dass bei sämtlichen Überprüfungen durch Stadt und Polizei „keine Situationen festgestellt werden konnten, die eine Anordnung einer Haltverbotsstrecke rechtfertigen würden.“

Umdenken bei der Stadt

Die Einrichtung einer Haltverbotsstrecke würde lediglich zu einem weiteren Verdrängungsprozess der parkenden Fahrzeuge in die dahinterliegenden Wohngebiete führen, teilte die Stadt damals auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Eine Anliegerin der Stichstraße Wynk freute sich am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion über das Umdenken bei der Stadt und die Beschilderung. Sie könne jetzt deutlich stressfreier aus der Stichstraße auf die Straße Am Kalkbruch fahren.

Anlieger erfreut

„Vorher war das so zugeparkt, dass man links und rechts beim Herausfahren so gut wie nichts gesehen hat“, erklärte die Frau, die namentlich nicht genannt werden wollte. Es sei zu etlichen gefährlichen Situationen zwischen Autofahrern und Radfahrern gekommen. Die Anliegerin hofft, dass die provisorisch aufgestellten Schilder dauerhaft verbleiben. Die aktuelle Maßnahme sei ein erster Schritt zu mehr Verkehrssicherheit.

Über den zweiten Schritt soll in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr am Donnerstag, 6. Februar, diskutiert werden.

Denn: Die nun „parkbefreite Zone“ Am Kalkbruch führt verstärkt dazu, dass Autofahrer wieder deutlich schneller durch den Bereich fahren. Das soll durch das Anlegen einer Baumscheibe auf der Straßenseite am Gartencenter Hilgert künftig verhindert werden.

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Insgesamt ist die Park- und Verkehrssituation rund um das Krankenhaus immer wieder Thema in der Lokalpolitik. Andreas Dönnebrink (SPD) hatte jüngst in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erklärt, dass die Lage dort „verharmlost“ werde und sich immer schlechter darstelle.

Die SPD sprach sich in einem Antrag dafür aus, auf der linken Seite der Zufahrt zum Krankenhaus ein von der Stadt betriebenes Parkdeck zu bauen. Das lehnte der Ausschuss mehrheitlich ab.

Bürgermeisterin Karola Voß berichtete von einem Schreiben der Geschäftsleitung des Klinikums an die Stadtverwaltung. Das Krankenhaus habe mitgeteilt, dass aktuell rund 20 neue Parkplätze geschaffen worden seien. Im Frühjahr würden zudem weitere 60 Mitarbeiterparkplätze fertig. Das Klinikum habe ihr mitgeteilt, dass man Mittel primär für die Bereiche Medizin und Pflege verwenden werde, sagte Karola Voß.

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