Nach Suchaktion aus der Luft und im Wasser Polizei fahndet nach vermisstem Bergkamener (27)

Per Hubschrauber sucht die Polizei in Ahaus einen 60-jährigen Vermissten, der aus dem Ahauser St. Marienkrankenhaus verschwunden ist.
Per Hubschrauber sucht die Polizei in Ahaus einen 60-jährigen Vermissten, der aus dem Ahauser St. Marienkrankenhaus verschwunden ist. © Carsten Janecke
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Ein Polizeihubschrauber ist auch am Sonntag noch einmal aufgestiegen, um nach einem vermissten Bergkamener (27) zu suchen. Wie eine Polizeisprecherin in der Unnaer Leitstelle am Sonntagabend auf Anfrage sagte, verliefen sämtliche Suchaktionen seit Freitagnacht bislang ergebnislos. Die Polizei hatte am Sonntagnachmittag eine Öffentlichkeitsfahndung herausgegeben.

Der Verbleib des 27-Jährigen ist seit Freitagabend unbekannt. Der Mann war gegen 18.30 Uhr mit seinem schwarzen Renault Clio zu Hause weggefahren. Seine Familie meldete ihn als vermisst, als er nicht zurückkehrte.

„Es ist nicht auszuschließen, dass der Vermisste sich auf Grund eines psychischen Traumas in jüngster Vergangenheit in einem geistig desolaten Zustand befindet“, heißt es in dem Fahndungsaufruf mit Fotos und einer Personenbeschreibung, abrufbar im NRW-Fahndungsportal. Hinweise zum Aufenthaltsort des Vermissten nimmt die Polizei unter Tel. 02307/921-3220 oder unter 921-0 entgegen.

Suche zeitweise auf Datteln-Hamm-Kanal ausgeweitet

Die Suche hatte in der Nacht zu Samstag begonnen. Dabei setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein. Der wurde etwa in der Zeit zwischen 2 und 4 Uhr nachts über Rünthe gesichtet. Aber auch der Hubschrauber-Besatzung gelang es nicht, den Vermissten zu entdecken.

Auf eine Öffentlichkeitsfahndung verzichtet die Polizei zu diesem Zeitpunkt. Nach Angaben des Sprechers war der gesuchte Mann mit einem Fahrzeug unterwegs. Man wisse deshalb gar nicht, ob er sich überhaupt noch in Bergkamen oder der näheren Umgebung aufhalte.

Die Suche wurde im Laufe des Samstags auf die Umgebung ausgeweitet. Einbezogen wurde dabei auch der Datteln-Hamm-Kanal, weil angenommen wurde, dass der Vermisste mit einem Auto ins Wasser gefahren sein könnte. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass ein Einsatz von Tauchern bei Hamm-Sandbochum mit dem Bergkamener Vermisstenfall zusammenhing.

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