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20:25 - Bittere Niederlage für BVB-Damen in Trier

DORTMUND Die Luft wird immer dünner, das rettende Ufer scheint bereits ewig weit entfernt: Mit 20:25 unterlagen die Handballerinnen von Borussia Dortmund in Trier, das „Unternehmen Klassenerhalt“ ist offenbar zum Scheitern verurteilt.

von Von Gerd Strohmann

, 21.01.2009, 21:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch nach der Pause konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Fiedel und Svenja Spriestersbach hielten die BVB-Damen mit ihren Treffern auf Kurs, sie waren ein glänzender „Ersatz“ für den etatmäßigen Rückraum mit Willemijn Karsten und Zuzana Porvaznikova, die wenig Wurfglück hatten und weit unter Form spielten. „Gerade von den routinierten Spielerinnen muss man mehr erwarten“, meinte Jochen Busch bitter enttäuscht nach dem Schlusspfiff, „aber das war an diesem Abend einfach zu wenig“. Bis Mitte der zweiten Hälfte durfte das Team von Gustl Wilke auf den großen Befreiungsschlag hoffen, dann der große Rückschlag: Tessa Cocx musste nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe das Feld verlassen. „Das war natürlich der Knackpunkt“, betonte Busch, und der sportliche Leiter ergänzte, „danach lief in der Mannschaft gar nichts mehr“. Zumal die Schiedsrichter aus BVB-Sicht eine „katastrophale Leistung“ geboten hätten.

Die Miezen nutzten die Verunsicherung des BVB, bauten in den letzten zehn Minuten beharrlich ihre Führung aus und siegten am Ende verdient mit 25:20. „Der Rest der Begegnung war eigentlich nur noch Schadensbegrenzung“, erklärte Busch. Doch bevor sich die Frauen auf den Heimweg machten, versuchte Busch schon wieder, die ersten tiefen Depressionen zu verscheuchen. „Wir geben uns nicht auf, wir kämpfen weiter.“ Schließlich sei es ja nicht ausgeschlossen, dass in dieser Saison wegen der Finanznot der Nürnberger sogar der vorletzte Tabellen-Platz für den Klassenerhalt reicht. Aber viel Luft zum Atmen gibt diese Hoffnung auch nicht.