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30:21 - BVB-Frauen revanchieren sich gegen Kirchhoff

2. Bundesliga

Auf den Rängen blieb es diesmal eher ruhig und besonnen, auf dem Parkett ging es dafür sehr ruppig zu. Borussia Dortmunds Handballfrauen aber legten auch selbst die notwendige Aggressivität an den Tag und setzten sich am Freitagabend im Heimspiel gegen die SG Kirchhoff verdient mit 30:21 (13:8) durch.

Dortmund

, 04.04.2014, 21:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
30:21 - BVB-Frauen revanchieren sich gegen Kirchhoff

Dortmunds Karina Schäfer (M.) setzt sich gegen Christin Kühlborn (l.) durch.

BVB: Burrekers, Weste, Thiele - van de Wiel (7/3), Schäfer, Kramer (je 4), Lütgenau, Wolf (je 3), Everding (3/1); Kokot (2/1), Steden (2), Rynas, Potocki (je 1)

Kirchhoff setzte auf die Karte Aggressivität und eine offensive 5:1-Deckung, das sollte aber nur bis zum 5:5 ein passendes taktisches Mittel sein. Schritt für Schritt übernahmen die Gastgeberinnen dann die Kontrolle. Über die diesmal enorm spielfreudige Karina Schäfer initiierte der BVB ansehnliche Kombinationen, die Treffer fielen über die Außen, aus dem Rückraum heraus, wo van de Wiel mit ihrer Wurfgewalt nicht zu bremsen war, und auch vom Kreis streute Dortmund Treffer ein. „Das“, meinte Kowalska, „hat mich besonders gefreut, wir waren heute sehr variabel.“ Und defensiv brachte die überragende Mandy Burrekers die Gäste mit ihren Paraden zur Verzweiflung. Die Niederländerin machte eins ihrer besten Spiele für den BVB. Dass es zur Pause „nur“ 13:8 für Dortmund stand, belegte die intensive Abwehrarbeit auf beiden Seiten.

Doch die BVB-Frauen zogen das Tempo nach der Pause noch einmal an, ein Zwischenspurt brachte eine beruhigende 19:10-Führung. Das war das Signal, auch weniger eingesetzten Spielerinnen Minuten zu geben. Kowalska konnte Stammkräfte für wenige Minuten schonen, die, die in die Bresche sprangen, überzeugten allesamt. So trug Kreisläuferin Jana Kokot mit zwei bejubelten Treffern auch zum letztlich ungefährdeten Erfolg bei wie Maren Rynas aus der BVB-Zweiten, die im Innenblock auch in der Abwehr überzeugen konnte.Unter den Wechseln litt Mitte der zweiten 30 Minuten allerdings der Spielfluss, einige Ungenauigkeiten auf beiden Seiten sorgten für eine Phase von gut zehn Minuten, in denen nicht viel zusammenlief. Weil bei Kirchhoff außer über die starke Rückraum-Achse Mihai/Larsen nicht viel ging und auch die Kräfte schwanden, sorgte das allerdings nicht für größeren Schaden. Am Ende war der Sieg hochverdient, der BVB hatte auch aus der deutlichen Hinspiel-Niederlage die richtigen Lehren gezogen. „Wenn wir lange und gut kombinieren, fallen die Treffer fast von allein“, meinte van de Wiel nach dem Spiel glücklich. Wenn es nur immer so einfach wäre.

BVB: Burrekers, Weste, Thiele - van de Wiel (7/3), Schäfer, Kramer (je 4), Lütgenau, Wolf (je 3), Everding (3/1); Kokot (2/1), Steden (2), Rynas, Potocki (je 1)

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