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Alina Grijseels beendet ihre Leidenszeit: Spielmacherin führt BVB zum Sieg gegen Metzingen

BVB-Handball-Frauen

Die BVB-Handballerinnen taten sich lange Zeit schwer gegen die TuS Metzingen. Bis Alina Grijseels in die Partie kam. Am Ende stand der Sieg, die Tabellenführung musste der BVB dennoch abgeben.

Dortmund

, 10.10.2019, 12:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alina Grijseels beendet ihre Leidenszeit: Spielmacherin führt BVB zum Sieg gegen Metzingen

Alina Grijseels (M.) zeigte eine starke Partie für den BVB gegen Metzingen. © Stephan Schuetze

Was ist die TuS Metzingen in der Anfangsphase am Mittwochabend über die Handballerinnen des BVB hergefegt... Die Angriffe kamen teils so schnell, dass die Borussinnen kaum hinterherkamen. Lediglich ein bis zwei Stationen benötigten die Gäste, um zum Abschluss zu kommen. Die 9:5-Führung für die Gäste war Mitte der ersten Halbzeit hochverdient und brachte die BVB-Frauen in leichte Bedrängnis.

Ein Schlüsselmoment kurz vor der Einwechslung von Alina Grijseels

Dann die 14. Minute: Metzingens Lena Degenhardt suchte den schnellen Abschluss im Zentrum. BVB-Torhüterin Isabell Roch blieb lange stehen, parierte den Ball zur rechten Seite. Der Ball blieb im Spiel, trippelte auf dem Boden. Roch eilte hin, nahm ihn auf. Ein kurzer Blick nach oben. Linksaußen Bogna Sobiech sprintete nach vorne, um den Treffer zu erzielen.

Roch mit dem langen Ball, er schien einen Tick zu hoch zu sein für Sobiech, doch das spielte schon keine Rolle mehr. Sobiech lag bereits am Boden. Ihre Gegenspielerin Patricia Kovacs hatte sie zu Fall gebracht. Ein Mutmacher für das BVB-Spiel, denn: Kovacs sah die Rote Karte, es gab Siebenmeter für den BVB.

Es war die 15. Spielminute und der Moment, in dem Alina Grijseels zum ersten Mal in die Partie kam. Die 23-Jährige trat an, verwandelte souverän und brachte neuen Schwung ins BVB-Spiel. Die Spielmacherin zeigte im Anschluss eine überragende Leistung. Mit Grijseels wirkte die Defensive stabiler, während offensiv der Ball deutlich besser durch die eigenen Reihen lief.

Die starke Kulisse hat geholfen

Grijseels hat das Auge für die Mitspielerinnen, weiß aber auch selbst in den richtigen Situationen abzuschließen. Zehn Treffer und beste Torschützin der Partie sprechen eine eindeutige Sprache. Und das nach den vergangenen Monaten, in denen sie mit einer Sprunggelenksverletzung zu kämpfen hatte, erst langsam wieder zu ihrer alten Stärke zurückfindet.

Geholfen hat dabei auch die Kulisse von 1200 Zuschauern, die für ein würdiges Bundesliga-Spiel sorgten: „Es hilft auch die Kulisse, die gute Stimmung. Dann macht es auch einfach Spaß, so ein Spiel zu spielen“, sagte die Nationalspielerin nach der Partie.

„Ich spreche nicht so gerne über meine eigene Leistung“

Angesprochen auf ihre Leistung, hielt sich Grijseels erstmal zurück und blieb bescheiden: „Ich spreche nicht so gerne über meine eigene Leistung, weil ich oft nicht zufrieden bin“, sagte sie. „Ich wollte einen Impuls von der Bank bringen, weil die, die von der Bank kommen, neuen Schwung reinbringen und vielleicht auch eine gewisse Sicherheit. Ich habe versucht das Spiel zu strukturieren, aber es war eine Mannschaftsleistung. Es hat auf allen Positionen funktioniert.“

Für Grijseels von besonderer Bedeutung: die Einwechslung von Torhüterin Rinka Duijndam, die in der Schlussphase mit starken Paraden glänzte und so den 35:31-Sieg sicherte. „Sie hatte einige richtig gute Paraden, die uns im Spiel gehalten haben“, erklärte Grijseels, blieb aber bei ihrem Credo: „Da würde ich gar keinen rausnehmen, das war eine geschlossene, kämpferische Mannschaftsleistung.“

Trotz des perfekten Saisonstarts, gibt es keine Tabellenführung

Eine Mannschaftsleistung, die zum perfekten Saisonstart geführt hat: vier Spiele, vier Siege. Die Tabellenführung musste musste das Team von Trainer André Fuhr die Tabellenführung aber dennoch abgeben. Die SG Bietigheim ist nach dem 38:26 gegen den FSV Mainz 05 aufgrund des besseren Torverhältnisses vorbeigezogen.

„Es ist wunderbar, dass es so funktioniert hat, das wir uns so schnell finden“, freute sich Grijseels, „dann ist es natürlich schön auf die Tabelle zu gucken und keine Minuspunkte zu haben.“

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