Anzeige


Bei Klassenerhalt wird Polka getanzt

BVB-Damen im Enspurt

DORTMUND Dagmara Kowalska hatte mächtig Spaß. „Wenn wir wirklich nicht absteigen, dann tanze ich mit unserem Trainer Gustl Wilke auf dem Feld Polka.“

von Von Gerd Strohmann

, 08.03.2010, 15:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
»Großen Sport« attestierte BVB-Trainer Gustl Wilke der Polin Dagmara Kowalska (Mitte). Die möchte sich bei ihm im Falle des Klassenerhalts mit einem Polka-Tänzchen für das Kompliment bedanken.

»Großen Sport« attestierte BVB-Trainer Gustl Wilke der Polin Dagmara Kowalska (Mitte). Die möchte sich bei ihm im Falle des Klassenerhalts mit einem Polka-Tänzchen für das Kompliment bedanken.

Und das kommt offenbar plötzlich und unerwartet. Denn sonst hätte Abteilungsleiter Andreas Heiermann im Vorwort des Programmheftes sicher nichts „über die Enttäuschung über den erneuten Abstieg“ geschrieben und schon mal vorab vermerkt, dass man niemandem (egal ob Spielerin, Trainer, Betreuer oder Vorstand) einen Vorwurf machen könne. Es ist noch nicht soweit, der BVB kann sich noch retten, auch wenn er die rote Laterne mit sich herumträgt. Wilke registriert sehr wohl, dass sich die Mannschaft offenbar zusehends findet, dass endlich das passt, was in einem packenden Abstiegskampf passen muss.

Endlich einmal konnte er seine Torfrau Inge Roelofs uneingeschränkt loben, gerade das war in der Vergangenheit eher die Ausnahme. „Eine gute Torfrau ist die halbe Miete“, meint der Trainer, gegen Frankfurt/Oder wurde sie mit einem Schlag überwiesen. Und die Niederländerin zahlte das Vertrauen zurück, das sie sich im harten Training in den Wochen zuvor verdient hatte. Der zweite Teil der halben Miete sind die Leistungsträgerinnen Zuzana Porvaznikova und Dagmara Kowalska. Gerade jetzt, in der Endphase der Meisterschaft, beeindrucken die „älteren Damen“ mit Nervenstärke, mit körperlicher Präsenz.

„Großen Sport“ bescheinigte Wilke der Polin, die in der Liste der besten Torschützinnen der Liga längst einen Platz unter den Besten fünf gefunden hat. Und sie verspricht, auch am Mittwoch gegen Leipzig bis zur „letzten Sekunde“ zu kämpfen. Weil sie ja auf das Tänzchen mit dem Trainer freut.