Borussia Dortmund gewinnt souverän - Gegner-Trainer mit deutlicher Kritik an seinem Team

Der BVB darf sich freuen. Das Team gewann souverän in Buxtehude. © BVB/Thiele
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Borussia Dortmund gewinnt das Auswärtsspiel beim Buxtehuder SV mit 31:21 (17:11) und fährt die nächsten beiden Punkte der Spielzeit an. Platz zwei in der Liga ist gefestigt, das Rest des Tableaus distanziert. Während die erste Halbzeit zu Beginn noch eng war, zeigten die Borussinnen ihre Klasse in Durchgang zwei.

Deutliche Kritik gab es vom Buxtehude-Trainer Dirk Leun am eigenen Team: „Ich bin nicht einverstanden mit unserer Leistung. Das war eine schlechte Leistung.“ Sein Gegenüber André Fuhr durfte zufrieden sein: „Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung. Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir das in so einer souveränen Art und Weise lösen würden.“

Die erste BVB-Führung gab es erst nach sieben Minuten durch Laura van der Heijden. Zu dem Zeitpunkt war auch Haruno Sasaki Teil des Spiels der Borussinnen. Sie hat noch kein Pflichtspiel für Dortmund bestritten, fiel monatelang wegen eines Bandscheibenvorfalls aus. Jetzt gab sie ihr Debüt gegen den Tabellenvierten, da Paulina Uscinowicz bereits früh eine Zeitstrafe bekam. Ein ordentliches. Sasaki brachte sich gut ein, war direkt Teil des schwarzgelben Spiels.

Ganz Schwach in der Anfangsphase beim BVB: Rechtsaußen Tina Abdulla. Behäbig in der Verteidigung, vorne inkonsequent. Sie bekam gleich zwei Ansagen: eine von Kapitänin Alina Grijseels sowie von Trainer André Fuhr.

Gab ihr Pflichtspiel-Debüt für den BVB: Haruno Sasaki (r.). © IMAGO/Lobeca

Dennoch führte der BVB nach 15 Minuten mit 9:7. Buxtehude spielte gut mit, hielt die Partie eng. Der Deutsche Meister spielte seine Klasse aber immer mehr aus, zog auf vier Tore davon (12:8, 20.). Es hätten auch zwei, drei Tore mehr sein können, aber offensiv offenbarten die Dortmunderinnen ungewohnte Abschlussschwächen.

Die Folge: Buxtehude arbeitete sich zurück in die Partie, kam auf 10:12 heran (25.). Eine fahrige Partie entwickelte sich, in der vor allem Laura van der Heijden (5 Tore) und Alina Grijseels (11 Tore) vorangingen und für eine 17:11-Halbzeitführung des BVB sorgten.

BVB: André Fuhr rotierte im Rückraum

Im zweiten Durchgang waren die Borussinnen deutlich konsequenter, bereits nach fünf Minuten mit zehn Toren Vorsprung (22:12) in Front. BSV-Trainer Leun nahm gleich das erste Timeout und redete eindringlich auf sein Team ein.

Was Borussia Dortmund dann ablieferte, war einfach und zeigte die Klasse des Teams. Defensiv konsequent, offensiv effektiv. Fuhr rotierte durch, ließ abwechselnd Uscinowicz, Sasaki sowie Frida Ronning spielen.

Mit acht Toren Vorsprung ging der BVB in die Schlussphase (26:18). Ein komfortabler Vorsprung. Am Ende stand es 31:21. Der nächste Sieg, die nächsten beide Punkte für Borussia Dortmund. „Wir haben das in einer sehr reifen Vorstellung nach Hause gebracht und die zwei Punkte verdient“, sagte BVB-Coach André Fuhr.