Anzeige


Termin für den Bundesligastart der BVB-Frauen steht - Final4 in Dortmund?

BVB-Handball-Frauen

Die Handball Bundesliga Frauen (HBF) hat einen Termin für den Bundesliga-Start im Blick. Auch in Sachen Final4 soll es bald eine Entscheidung geben - der BVB bringt die Helmut-Körnig-Halle ins Spiel.

Dortmund

, 30.06.2020, 19:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Vorstand Andreas Heiermann (r.) und sein Stellvertreter Andreas Bartels wollen das Final4 auf jeden Fall sportlich austragen.

BVB-Vorstand Andreas Heiermann (r.) und sein Stellvertreter Andreas Bartels wollen das Final4 auf jeden Fall sportlich austragen. © Ludewig

Endlich: Es gibt einen Plan für den Bundesliga-Start der Handball-Frauen. Wenn alles optimal läuft, werden Kelly Dulfer, Inger Smits und Co. am ersten September-Wochenende wieder für die BVB-Handball-Frauen auf Tore- und Punktejagd gehen – und einen erneuten Angriff auf die Deutsche Meisterschaft starten.

Der Termin ist das Ergebnis der Mitgliederversammlung der Handball Bundesliga Frauen (HBF) am Wochenende in Köln.

„Die Vereine präferieren weiterhin den Saisonstart zum 5./6. September“, bestätigt Christoph Wendt. Der HBF-Geschäftsführer macht allerdings noch keine genauen Angaben dazu, inwieweit die Vereine mit Zuschauerbeschränkungen oder Geisterspielen kalkulieren müssten. Die HBF arbeite gerade gemeinsam mit DHB und HBL an Plänen für Hygienekonzepte. Diese Pläne, erklärt Wendt, „sollen dann auch als Hilfestellung für unsere Vereine dienen“. Am Ende müsse aber jeder Verein das Konzept selbst mit seinen zuständigen lokalen Behörden besprechen und an die Gegebenheiten vor Ort anpassen.

BVB-Frauen planen Vorbereitungsstart am 11. Juli

Aber könnten sich überhaupt alle Bundesligisten Geisterspiele leisten? „Sagen wir mal so: Die Vereine favorisieren weiterhin den Saisonstart Anfang September und wissen dabei auch, dass es natürlich sein kann, dass man da nur mit eingeschränkten Zuschauerzahlen spielen könnte“, so Wendt.

Geschäftsführer Christoph Wendt und die HBF wollen bis Mitte Juli eine Entscheidung treffen.

Geschäftsführer Christoph Wendt und die HBF wollen bis Mitte Juli eine Entscheidung treffen. © imago images / Pressefoto Baumann

Die Borussia aus Dortmund begrüßt den Plan zum Saisonstart, hatte bereits die Vorbereitung in diese Richtung terminiert. „Wir wollen am 11. Juli starten“, erklärt Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsvorstand beim BVB. In Sachen Saisonstart also alles gut – in Dortmund bereitet den Borussen gerade sowieso ein anderes Thema Kopfzerbrechen. Das Final4.

Zur Erinnerung: Der BVB hatte sich für das Halbfinale in der Stuttgarter Porsche Arena qualifiziert, Gegner wäre im Mai eigentlich Frisch Auf Göppingen gewesen. Das andere Halbfinale hätten die TuS Metzingen und der Thüringer HC unter sich ausgespielt, die HBF hatte das Turnier um den DHB-Pokal aufgrund der Coronavirus-Pandemie aber auf unbestimmte Zeit verschoben. Jetzt soll es aber voran gehen, Christoph Wendt kündigte eine baldige Entscheidung an: „Wir werden bis Mitte Juli entscheiden, ob es nachgeholt werden kann oder nicht.“

Andreas Bartels: „Das wäre aus sportlicher Sicht eine Katastrophe“

BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann hatte bereits Anfang Mai angeboten, das Final4 als Gastgeber auszurichten. Die HBF nahm dazu nie direkt Stellung, verwies nur auf die Stuttgarter Porsche Arena als Vertragspartner. In der Zwischenzeit hat sich aber ein vermeintlich neues Problem aufgetan: Die TuS Metzingen wolle laut Andreas Heiermann nicht mehr antreten, weil Spielerinnen aus der vergangenen Saison bereits den Verein verlassen haben, das Turnier hätte so keinen sportlichen Wert mehr. Und der Thüringer HC wolle das Turnier laut dem BVB-Abteilungsvorstand nicht als offiziellen DHB-Pokal ausspielen.

Für die Borussia ein No-Go: „Das Final4 nicht stattfinden zu lassen, wäre aus sportlicher Sicht eine Katastrophe für die qualifizierten Mannschaften“, sagt Andreas Bartels.

BVB bietet sich erneut als Gastgeber an

Wäre es denn eine Möglichkeit, den DHB-Pokal nur unter den Mannschaften auszuspielen, die auch am Final4 teilnehmen wollen? Oder würde die Weigerung eines Vereins zur Absage der Finalspiele führen? Auch bei diesem Thema hält sich die HBF bedeckt. „Wir sprechen mit allen Parteien und sind im Austausch. Bis Mitte Juli wird dann eine Entscheidung fallen“, so Wendt.

Andreas Heiermann hat währenddessen seinen Vorschlag bei der HBF noch einmal erneuert und angeboten, das Turnier als Gastgeber zum Beispiel in Hamm oder in der Helmut-Körnig-Halle in Dortmund auszutragen. „Wir würden uns um alles kümmern“, so Heiermann, der das Final4 gerne eine Woche vor dem Saisonstart durchführen würde. „Ich bin mir recht sicher, dass die HBF es genauso sieht, dass wir das Final4 sportlich austragen und dass wir jetzt endlich mit Events starten sollten.“

Die HBF selbst wollte sich am Dienstag auf Anfrage nicht zu dem Vorschlag äußern. Die BVB-Handball-Frauen müssen nach der Nicht-Vergabe des Deutschen Meistertitels also auch weiterhin um ihre zweite Trophäen-Chance zittern.

Champions-League-Auslosung wird live übertragen
  • Am heutigen Mittwoch wird die Gruppenphase der Champions League in Wien ausgelost.
  • Die BVB-Handball-Frauen befinden sich mit WHC Buducnost Podgorica (Montenegro) Team Esbjerg (Dänemark), Vipers Kristiansand (Norwegen) im zweiten von vier Lostöpfen.
  • Am Ende des Losverfahrens stehen zwei Gruppen mit je acht Teams.
  • Vereinsvertreter sind nicht zum Losverfahren in Wien geladen.
  • Die European Handball Federation (EHF) überträgt die Auslosung ab 18 Uhr live auf ehfcl.com.
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt

Die BVB-Frauen haben ihre Neuzugänge für die kommende Spielzeit bereits bekanntgegeben. Eine der neuen Borussinnen hat sich vor ihrem Wechsel nach Dortmund jetzt noch zwei Titel geschnappt. Von Nina Bargel

Lesen Sie jetzt