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BVB bastelt weiter am Champions-League-Kader für die nächste Saison

BVB-Handball-Frauen

Die BVB-Handball-Abteilung hat schon vor der Corona-Krise am Kader gebastelt und jetzt drei Neuzugänge verkündet. Drei Spielerinnen verlassen den Verein – darunter ein Publikumsliebling.

Dortmund

, 30.03.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Team der BVB-Handball-Frauen um Weltmeisterin Kelly Dulfer (r.) nimmt immer mehr Formen an.

Das Team der BVB-Handball-Frauen um Weltmeisterin Kelly Dulfer (r.) nimmt immer mehr Formen an. © Stephan Schuetze

Dass die Handball Bundesliga Frauen (HBF) praktisch ohne Vorwarnung und als erste und bisher einzige Handballliga überhaupt abgebrochen wurde, das können sie beim BVB immer noch nicht so richtig glauben.

Aber trotz allem Ärger versuchen die Verantwortlichen beim BVB so gut wie möglich nach vorne zu schauen. „Mund abputzen und weitermachen“, wie Abteilungsvorstand Andreas Heiermann es nennt. Die Borussen, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs mit nur zwei Minuspunkten auf dem Konto an der Spitze der Bundesliga standen, beanspruchen ganz deutlich den Champions-League-Platz, der von der HBF noch nicht offiziell zugeteilt wurde, für sich. „Das ist einfach ein Selbstverständnis, das wir mitbringen“, erklärt der stellvertretende Abteilungsvorstand Andreas Bartels.

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Und dafür hat der BVB auch schon entsprechend eingekauft – und das schon lange vor der Corona-Krise. „Wir sind Anfang Dezember schon sehr gut unterwegs gewesen in Sachen Kaderplanung, da waren wir uns eben auch schon sicher, dass wir in der kommenden Saison international spielen“, so Bartels, der bereits mit wichtigen Leistungsträgerinnen des Teams verlängert hat.

BVB-Handball-Abteilung verkündet drei Neuzugänge

Nach den bereits bekannten Abgängen von Linkshänderin Leonie Kockel und Rückraumspielerin Caroline Müller-Korn, für die Delaila Amega (TuS Metzingen) und Tessa van Zijl (HSG Blomberg-Lippe) zu den Schwarzgelben stoßen werden, hat die Handballabteilung auf drei weiteren Positionen Wechsel vorgenommen – die Tinte unter den Verträgen sei auch bereits getrocknet, erklärt der Vorstand.

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Verlassen werden den BVB Rechtsaußen Asuka Fujita, die 2018 aus Japan gekommen war, sowie Kreisläuferin Saskia Weisheitel, die insgesamt fünf Jahre für den BVB aufgelaufen ist. Auf Außen verstärkt die Norwegerin Tina Abdullah die Borussia in der kommenden Saison. „Sie ist eine junge Norwegerin aus dem Jahrgang 1997, spielt aktuell in Norwegen bei Tertnes Bergen und gehört dem B-Nationalkader an“, erklärt Andreas Bartels.

Auch Ersatz für Saskia Weisheitel am Kreis ist schon gefunden, da habe der BVB „Glück gehabt“, so Bartels. „Wir werden mit Clara Monti Danielsson eine 28-jährige schwedische Nationalspielerin, die im Moment in Dänemark bei Team Esbjerg unterwegs ist, verpflichten.“

Publikumsliebling Bogna Sobiech wir den BVB verlassen

Und noch einen Tausch hat der BVB zu verkünden. „Auf Linksaußen hätten wir gerne in der Kombination weitergemacht wie bisher“, erklärt Bartels, der mit dem Gespann aus Johanna Stockschläder und Bogna Sobiech die ganze Saison über mehr als zufrieden gewesen sei. „Bogna Sobiech wird uns aber aus persönlichen Gründen verlassen: Ihr Ehemann hat als Profi-Fußballer ab Sommer ein Engagement in der Türkei angenommen und Bogna möchte ihren Mann begleiten“, erklärt Bartels die Umstände.

Sobiech war vor der Saison von der HSG Bensheim-Auerbach nach Dortmund gewechselt und erzielte bis zum Saisonabbruch 102 Treffer für Schwarzgelb – Platz fünf in der Torjägerliste der Bundesliga.

Bogna Sobiech wird den BVB verlassen.

Bogna Sobiech wird den BVB verlassen. © Stephan Schuetze

Der Verein habe absolutes Verständnis für die Entscheidung der Polin. „Für Bogna wird uns mit Jennifer Gutiérrez Bermejo in der kommenden Saison eine Vizeweltmeisterin aus Spanien vom Klub CB Elche verstärken“, so Bartels.

Eine weitere Verstärkung geplant

Eigentlich war beim BVB auch noch Neuzugang Nummer vier geplant. Der Klub wollte noch eine Linkshänderin für die halbrechte Position verpflichten. „Da waren wir auch in aussichtsreichen Gesprächen, erklärt Bartels. Nach dem Start der Corona-Pandemie sei Abteilungsvorstand Andreas Heiermann aber proaktiv auf BVB-Präsident Reinhard Rauball zugegangen und habe dem Transfer einen Riegel vorgeschoben. „Wir werden keine Neuverpflichtungen mehr machen, solange die Krise andauert“, stellt Heiermann klar.

Egal, wann und wie es für die deutschen Profi-Handballerinnen weitergehen wird – die bisherigen Neuzugänge des BVB sind auf jeden Fall eine Kampfansage in Richtung Konkurrenz.

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