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BVB-Chef Andreas Heiermann schlägt Alarm: „Ein Wunder, wenn wir die Saison beenden“

BVB-Handball-Frauen

Die BVB-Handball-Abteilung steht wie andere Vereine auch in dieser Saison vor besonderen Herausforderungen. Andreas Heiermann glaubt nicht an ein normales Saisonende.

Dortmund

, 05.09.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann zweifelt an einem normalen Saisonende.

BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann zweifelt an einem normalen Saisonende. © Ludewig

Auf die Handballabteilung von Borussia Dortmund kommen in dieser Saison große Herausforderungen zu, das weiß Abteilungsleiter Andreas Heiermann nur zu gut. „Das wird in allen Hinsichten die schwierigste Saison aller Zeiten“, sagt der BVB-Chef.

Zunächst sind natürlich die finanziellen Belastungen enorm: „Bei unseren Champions-League-Heimspielen muss der Hallenboden speziell präpariert werden, dazukommen Hallenmiete und LED-Banden, da ist schon ein fünfstelliger Betrag weg“, so Heiermann. Dazu kommen die Kosten für die Corona-Tests - durch den Einsatz in der HBF und der Königsklasse werden die BVB-Frauen zwei Mal pro Woche getestet - und die Kosten für die Reisen selbst.

Dagegen fehlen natürlich Unmengen an Einnahmen durch die begrenzten Zuschauerzahlen, bei 300 Fans in der Halle, „muss man nicht Einnahmen sprechen“, so Heiermann. „Die Fans werden uns natürlich auch als wichtige Unterstützung fehlen“, ergänzt der Abteilungsleiter.

Reisen der BVB-Frauen bergen gesundheitliche Risiken

Zu den finanziellen Belastungen gesellen sich die sportlichen Herausforderungen – der BVB wird über 40 Spiele bestreiten – und auch gesundheitliche Risiken. „Wir wissen bei unseren internationalen Auswärtsspielen nicht, ob unsere Gegner und die Gastländer die Hygienekonzepte so konsequent umsetzen wie hier“, so Heiermann. Auf dem BVB-Reiseplan stehen unter anderem Rumänien, Russland und Montenegro.

Über allem schwebt auch die Angst, ob die Spielzeit mit Blick auf die Pandemie überhaupt zu Ende gespielt werden kann. Es sei utopisch, dass sich keine der Spielerinnen mit dem Coronavirus infizieren wird, auch deshalb wäre es für Heiermann „ein Wunder“, wenn die Königsklasse beendet werden würde. Trotz aller Hygienekonzepte steht für ihn fest: „Wir werden in allen Wettbewerben eine große Portion Glück brauchen, um sie zu beenden.“

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