Borussia Dortmund

BVB: Corona-Fall vor Spitzenspiel in der Champions League

Ein europäisches Spitzenduell für den BVB vor heimischer Kulisse steht an. Personell ist Dortmund angeschlagen. Es gibt einen neuen Corona-Fall.
BVB-Trainer Andre Fuhr (M.) muss personell etwas umplanen am Samstag. © Ludewig

Wochenlang befanden sich die Verantwortlichen von Borussia Dortmund auf der Suche nach einem Austragungsort für das Spiel gegen Rostov-Don. Als in Wuppertal ein Spielort gefunden war, ist kurze Zeit später die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Dortmund abgesagt worden.

Die Helmut-Körnig-Halle ist nun doch frei und bietet für das Spiel der Handballerinnen von Borussia Dortmund 600 Plätze durch die aktuellen Coronavirus-Vorgaben.

Ein europäisches Spitzenspiel um 18 Uhr, wenn der amtierende Deutsche Meister das russische Spitzenteam Rostov-Don zu Gast hat. „Wir haben zu Hause bewiesen, dass wir ein unangenehmer Gegner sein können. In allen Spielen bis jetzt. Das ist auch am Samstag das Ziel“, sagt BVB-Trainer André Fuhr.

Er lobt die Star-Power, die das russische Team mit nach Dortmund bringt. Grace Zaadi Deuna, Eduarda Amorim Taleska, Anna Lagerquist, Iuliia Managarova. Rostov-Don kommt gespickt mit europäischen Spitzenspielerinnen.

Corona-Fall beim BVB

„Die Ansprüche sind andere als unsere und auch die Möglichkeiten“, sagt Fuhr. Doch Borussia Dortmund hat bereits gezeigt, was in dieser Saison international möglich ist. Zu Hause gab es bislang erst zwei knappe Niederlagen, der BVB steht auf Platz vier der Gruppe. Lediglich einen Rang hinter den Gästen aus Russland. Schwierig dürfte es dennoch werden, denn Alina Grijseels (Nasenbeinbruch) fehlt weiterhin, ebenso wie Jennifer Gutiérrez Bermejo, die nach überstandener Corona-Infektion noch nicht spielen kann.

„Jennifer ist nicht mit dabei, weil es kleine Auffälligkeiten im EKG gibt“, erklärt Fuhr. Hinzu kommt die schwierige Coronavirus-Situation: Madita Kohorst ist positiv getestet worden, wird deshalb fehlen. Die Mannschaft muss aber nicht in Quarantäne. Eine PCR-Testreihe fiel bei allen BVB-Spielerinnen negativ aus. Ersetzt wird Kohorst durch die 38-jährige Torwarttrainerin Clara Woltering, die in den Kader aufrückt. Sieben Jahre nach ihrem letzten Einsatz in der europäischen Königsklasse, als sie mit Buducnost die Champions League gewann und zum MVP im Final Four gewählt worden ist.

Die Corona-Situation könnte in den nächsten Tagen noch zu weiteren Spielausfällen führen. In der Bundesliga würde der BVB kommenden Mittwoch auf den Thüringer HC treffen, doch das Team befindet sich in großen Teilen noch in Quarantäne, nachdem beinah alle Spielerinnen sich Anfang Januar infiziert hatten und erst in den nächsten Tagen die Quarantäne verlassen dürfen.

Ebenfalls erwischt hat es das dänische Team Esbjerg, welches mehrere Coronafälle hatte, nachdem es vergangenes Wochenende in Russland bei Rostov-Don mit 25:23 gewann, weshalb das Spiel der Däninnen gegen Podravka Vegeta abgesagt worden ist.

Aktuell fordert die Europäische Handball Föderation (EHF) lediglich negative Corona-Schnelltest für die Spiele in der Champions League, keinen PCR-Test.

BVB: Toller Gegner

Das Spiel des BVB gegen Rostov-Don kann aber stattfinden, auch zur Freude von Borussia Dortmunds Handball-Boss Andreas Heiermann. „Ich freue mich auf einen tollen Gegner“, sagt er. „Rostov ist natürlich Favorit. Wir wollen uns achtbar schlagen, das Beste rausholen.“

Er macht deutlich in welchen Sphären sich beide Vereine da befinden. „Da treffen finanziell Welten aufeinander, da müssen wir unsere Situation akzeptieren“, erklärt er.

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