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BVB-Frauen hoffen auf ersten Dominostein Grijseels

Heimspiel gegen Bietigheim

Erst wollen die BVB-Handballerinnen am Mittwoch im Heimspiel die Überraschung gegen den amtierenden Deutschen Meister schaffen (19.30 Uhr) . Dann, einen Tag später, soll es positive Nachrichten auch bei Vertragsverhandlungen geben.

Dortmund

, 30.01.2018, 15:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Wunsch der BVB-Bosse ist klar: Alina Grijseels soll auch in der kommenden Saison das Trikot von Borussia Dortmund tragen und den Handball-Bundesligisten in eine erfolgreiche Zukunft führen. Man wolle, so hatte es Andreas Bartels Mitte Januar relativ eindeutig formuliert, seine Mannschaft um die 21 Jahre alte Spielmacherin herum weiter verstärken.

Nun sind seit den Äußerungen des 2. Vorsitzenden der BVB-Handball-Abteilung fast zwei Wochen ins Land gezogen. Beide Seiten haben ihre Argumente ausgetauscht. Nur wo Alina Grijseels in der kommenden Saison unter Vertrag stehen wird, ist weiter offen. Eine Entscheidung, so heißt es aus dem Klub, sei noch nicht endgültig gefallen. Die Verantwortlichen der Borussia hielten sich daher auch zu Wochenbeginn (noch) bedeckt. „Wir können nur sagen, dass die Entscheidung unmittelbar bevorsteht“, erklärte Bartels.

Bartels: „Wir sind vorbereitet“

Man habe sich für den Donnerstag verabredet, den Tag also nach der Partie gegen die SG BBM Bietigheim. Dann wolle Grijseels der Klubführung mitteilen, wohin die Reise geht. An Spekulationen, in welche Richtung sich die 21-Jährige entscheiden könnte, wolle er sich nicht beteiligen, betonte Bartels und fügte an: „Egal, wie es ausgeht, wir werden vorbereitet sein.“

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Grijseels, die seit 2014 beim BVB spielt und in Dortmund studiert, ist beileibe nicht die einzige, deren Arbeitspapier bei den Schwarzgelben im Sommer endet. Weitere elf Spielerinnen stehen nur noch bis zum Ende der Saison unter Vertrag. „Wir reden mit allen Spielerinnen, aber es gibt bislang noch keine Zusagen beiderseits“, sagte Bartels, der von „konstruktiven und sehr positiven Gesprächen“ berichtete. Eine weitere Zusammenarbeit bahnt sich zumindest bei Virag Vaszari an. Noch sei zwar nicht alles mit der 31-jährigen Außenspielerin geklärt, „aber es sieht ganz gut aus, dass sie noch ein Jahr bei uns bleibt“.

Der Meister kommt

Ansonsten gilt es nun erst einmal, bis Donnerstag zu warten, bis mit Alina Grijseels der erste Dominostein fällt und weitere womöglich folgen werden. Zuvor, und das wollen sie beim BVB auch nicht außer Acht lassen, gilt es aber auch noch ein Bundesliga-Spiel zu bestreiten. Und das dürfte nicht weniger leicht werden als die Vertragsverlängerung der 21-Jährigen. Mit der SG BBM Bietigheim gastiert am Mittwoch (19.30 Uhr) der amtierende Deutsche Meister in der Sporthalle Wellinghofen.

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Die Favoritenrolle schenken sie bei der Borussia dabei gerne her. „Wir haben nichts zu verlieren, der Druck liegt allein bei Bietigheim“, sagte BVB-Trainerin Ildiko Barna mit Blick auf die Tabelle. Dort ist der Meister mit einem Zähler Rückstand erster Verfolger des Thüringer HC (20:2 Punkte) und lauert auf einen Patzer des Spitzenreiters. Die Schwarzgelben selbst stehen derzeit mit 11:11 Punkten auf Rang acht. „Sollten wir gegen Bietigheim etwas mitnehmen, wären das Bonuspunkte für uns“, so Barna. Die wichtigen Spiele folgten anschließend gegen Leverkusen, Nellingen und Bensheim. „Da müssen wir etwas holen, um wieder nach oben zu kommen.“

Offensiv disziplinierter


Gegen Bietigheim, erklärte Barna müsse ihr Team gerade offensiv disziplinierter auftreten als noch zuletzt beim 24:28 in Thüringen. Defensiv komme es vor allem darauf an, das schnelle Tempogegenstoß-Spiel von Martine Smeets oder Angela Malestein frühzeitig zu unterbinden. „Dann haben wir eine Chance.“ Zurückgreifen kann die Trainerin dabei wieder auf Rückraum-Spielerin Harma van Kreij, die in dieser Woche „gute Fortschritte“ gemacht habe. Zudem hat Mira Emberovics nach ihrer Handverletzung keine Probleme mehr.