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BVB-Frauen hoffen in Riesa auf Trotzreaktion

Kein Porzellan zerschlagen

Es geht zum SC Riesa, und soviel ist schon sicher: Einen Zwischenstopp in Meißen wird es nicht geben, für das weltberühmte Porzellan und das eindrucksvolle Museum ist keine Zeit.

DORTMUND

von Von Gerd Strohmann

, 22.01.2011, 10:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ist auch in Riesa voll gefordert: Borussias Rückraumspielerin Natasha Kocevska (vorne).

Ist auch in Riesa voll gefordert: Borussias Rückraumspielerin Natasha Kocevska (vorne).

Viele der schwarzgelben Handball-Freunde hatten sich diese Zweitliga-Saison sicher anders, heißt erfolgreicher vorgestellt, jetzt geht es erst einmal nur darum, das Minimalziel, Platz sieben, sicherzustellen. Und die Marschroute ist klar: „Wir müssen uns jetzt gegen die etwas schwächeren Mannschaften das nötige Polster holen“, meint der BVB-Trainer, „danach kommen die dicken Brocken“. Und da wäre es eben schön, auf der sicheren Seite zu sein, also die Qualifikation für die künftig eingleisige Zweite Liga in der Tasche zu haben. Rückschläge und schlechte Botschaften gab es für den BVB zuletzt mehr als genug. Erst wurde das Bein von Dagmara Kowalska in Gips gelegt, dann kugelte sich Magdalena Chemicz die Schulter aus und fällt aller Voraussicht nach bis Saisonende aus. So muss Wilke auf seine beiden vielleicht wichtigsten Eckpfeiler verzichten, was bleibt ihm mehr, als auf das zu hoffen, was man immer in solchen Situationen hofft: „Es wäre schön, wenn das Team noch enger zusammenrückt und eine Trotzreaktion zeigt.“

Schwer genug ist die Aufgabe in Riesa allemal, der SC verlor zuletzt nur mit einem Tor Unterschied in Zwickau, „wir sind gewarnt“. Zumal Wilke längst die Revolution der „Kleinen“ in der Tabelle ausgemacht hat, „man kann nur staunen, was da alles passiert“. Also nimmt Wilke die Routiniers wie Zuzana Porvaznikova und Natasa Kocevska in die Pflicht und hofft zugleich, dass etwa bei Stephanie Glathe, die noch die Form der letzten Saison sucht, „jetzt einfach der Knoten platzt“. Riesa sei so etwas wie ihre alte Heimat, „vielleicht explodiert Steffi ja da“. Der Rest müsse sich fügen, Ersatztorfrau Marina Wilkus habe richtig gut trainiert, Sarah Prumbaum und Maren Rynas aus der zweiten Mannschaft genießen Wilkes Vertrauen. Also ist doch manches bereitet für einen für einen erfolgreichen Ausflug, auch ohne schönes Porzellan.