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BVB-Frauen könnten wohl noch vor dem Saisonstart den ersten Titel holen

BVB-Handball-Frauen

Die HBF hat das Final4 um den DHB-Pokal bereits abgesagt. Jetzt will die Liga aber wohl noch vor dem ersten Bundesligaspiel einen Titel ausspielen - und die BVB-Frauen wären mit dabei.

Dortmund

, 04.08.2020, 11:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rinka Duijndam, Inger Smits, Kelly Dulfer und Kelly Vollebregt (v.l.) bekommen vielleicht noch vor dem Saisonstart die Chance auf einen Titel.

Rinka Duijndam, Inger Smits, Kelly Dulfer und Kelly Vollebregt (v.l.) bekommen vielleicht noch vor dem Saisonstart die Chance auf einen Titel. © Ludewig

Die BVB-Handball-Frauen haben vielleicht noch vor dem Saisonstart die Chance auf einen Titel. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten plant die Handball Bundesliga Frauen (HBF) kurz vor dem Saisonstart den Supercup auszurichten – und das, obwohl es in der vergangenen Saison weder einen Deutschen Meister noch einen Pokalsieger gab.

Ausspielen sollen den ersten Titel der Saison 2020/2021 der Tabellenerste Borussia Dortmund und der Zweitplatzierte SG BBM Bietigheim. Die Bietigheimerinnen sind amtierender HBF-Supercup-Sieger, setzten sich 2019 in Ludwigsburg gegen den Thüringer HC durch.

Der Supercup 2020 ist allerdings noch nicht in trockenen Tüchern, die HBF prüft gerade alle Möglichkeiten. Die BVB-Handball-Damen haben bereits signalisiert, dass sie am möglichen Supercup teilnehmen würden, sollte das Spiel am 29. oder 30. August tatsächlich stattfinden.

BVB-Chef Heiermann: „Hätten allen Grund gehabt, nicht teilzunehmen“

„Natürlich hätten wir allen Grund dazu gehabt nicht teilzunehmen“, erklärt Andreas Heiermann, Vorstand der BVB-Handballabteilung, und verweist noch einmal auf den Ärger der vergangenen Wochen. Nachdem die HBF den Borussinnen den Meistertitel nicht zugesprochen und das Final4 um den DHB-Pokal, für das die BVB-Frauen qualifiziert waren, abgesagt hatte, machte der BVB in der Öffentlichkeit deutlich klar, dass er mit keiner der Entscheidungen einverstanden ist.

Trotzdem will sich der BVB bei der Austragung des Supercups jetzt nicht quer stellen. „Wir“, sagt Heiermann, „wollen jetzt Verantwortung zeigen“, vor allem weil ein solches Event auch ein positives Zeichen für den Frauenhandball wäre. „Deshalb sind wir über unseren Schatten gesprungen.“

Außerdem, erklärt der Borusse, könnte ein möglicher Supercup auch eine gute Gelegenheit sein, schonmal Hygienekonzepte mit Zuschauern für den Bundesligastart in der darauffolgenden Woche zu testen. Die umzusetzenden Hygienevorschriften sind allerdings von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich – und wo das Spiel ausgetragen werden soll, steht noch nicht fest.

Die HBF äußerte sich auf Nachfrage dieser Redaktion am Montag noch nicht zum möglichen Supercup.

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