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BVB-Frauen lassen zu viele Chancen liegen

21:29 beim Thüringer HC

Kein Vorwurf, kein böses Wort kam über Ildiko Barnas Lippen. Natürlich war die Niederlage der BVB-Frauen beim Thüringer HC mit 21:29 (8:14) am Ende dann doch deutlich ausgefallen, „aber das war jetzt wirklich kein Rückschlag. Wir sind deutlich unter Wert geschlagen worden“.

DORTMUND

, 22.01.2017, 18:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Frauen lassen zu viele Chancen liegen

Sie hatten sich viel vorgenommen, die Handballerinen von Borussia Dortmund, die Serie von zuletzt 9:1-Punkten in der Bundesliga hatte ihnen eine Menge Selbstbewusstsein gegeben. Sie wollten den Favoriten ärgern, ihm vielleicht sogar ein Bein stellen, doch am Tag danach ärgerte sich vor allem die BVB-Trainerin.

Kritik an den Unparteiischen

Sieben Zwei-Minuten-Strafen hatte der BVB kassiert, immer, wenn sie vielleicht auf dem Sprung waren, den Rückstand einmal entscheidend zu verkürzen, mussten sie in Unterzahl gegen den Gastgeber ankämpfen. „Soviel zu den Unparteiischen“, sagte Ildiko Barna, wieder, auf der einen Seite die Borussia, „da sind wir dann manchmal vielleicht noch die Kleinen und auf der anderen Seite steht ein mehrfacher Meister“.

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Handball, Bundesliga: Thüringer HC - BVB 29:21 (14:8)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.
22.01.2017
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
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© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem Thüringer HC und Borussia Dortmund.© Foto: Stummbillig

Das sei aber nur eine Facette der Niederlage, sagte die BVB-Trainerin, der Thüringer SC, um der Wahrheit die Ehre zu geben, war schon stärker. Aber eben nicht acht Tore, bis zur 55. Minute konnte der BVB den Rückstand mit vier Treffern in Grenzen halten, erst dann brach der Widerstand. „In doppelter Unterzahl konnten wir dem Druck nicht mehr standhalten.“

Grijseels und van Kreij ganz stark

Aber es war eben einer der Tage, an dem nicht alle ihre Topform aufs Parkett brachten, „und dann hast du dort keine Chance“, meint Ildiko Barna. Schwächelte zuletzt häufig der Rückraum, gab es diesmal dort weniger Grund zur Klage. Alina Grijseels wird nach ihrem überstandenen Handbruch stärker und stärker, acht Treffer steuerte sie bei, immer wieder erstaunlich die Nervenstärke der jungen Dame, die fünf Sieben-Meter-Würfe locker verwandelte. Und dann war da noch Harma van Kreij, die eine richtig gute Partie ablieferte und sieben Mal traf. „Die beiden waren bärenstark, aber das reicht für den Thüringer HC eben nicht.“

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Denn das gab es eben auch, diese Schwachstellen, die ein besseres Resultat verhinderten. „Wir waren vom Kreis aus und über die Außenpositionen, unsere bisherigen Stärken, diesmal nicht effektiv genug“, sagte die BVB-Trainerin, und damit drückte sie sich noch sehr vorsichtig aus. Viel zu leichtfertig wurden auch beste Chancen vergeben. Drei Treffer aus dem Spiel von außen, einer vom Kreis – eine wahrlich dünne Ausbeute.

Partie schon zur Halbzeit entschieden

Und so war es für den Thüringer SC eine fast schon komfortable Angelegenheit, diesen Sieg nach Hause zu bringen. Nicht einmal schmolz der Vorsprung auf unter vier Tore, kein Grund, irgendwann wirklich nervös zu werden. Und eigentlich war die Partie schon zur Halbzeit beim 8:14 entschieden.

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„Das ständige Spiel in Unterzahl hat natürlich eine Menge Kraft gekostet“, sagte Ildiko Barna, „aber es hat auch die Seele beschädigt. Das hat auch wehgetan“. Und deshalb wollte sie kein böses Wort verlieren, trotz aller Enttäuschung, dass es zur Sensation nicht gereicht hat. „Das wirft uns nicht zurück“, sagte die BVB-Trainerin, „wir durften dort verlieren, aber eben nicht so, das hatten wir nicht verdient“. Und sie gab dann gleich die Losung für den Rest der Saison aus: „Wir müssen künftig im Angriff präziser abschließen.“ Und schickte noch hinterher: „Da gibt es keine Ausreden.“

BVB: Ferenczi, Woltering (1), Burrekers – Kramer, Grijseels (8/5), Weisheitel (1), Zimmermann, Müller, Traumüller, Ettaqi, van Kreij (7), Huber (3/1), Emberovics, Vaszari (1)

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