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BVB-Frauen vor schwerer Bergtour

DORTMUND Schaut der Bergsteiger aus dem Tal Richtung Gipfel, kann ihn schon mal der Mut verlassen angesichts der großen Aufgabe. So ähnlich fühlen sich derzeit wohl die Handball-Frauen des BVB. „Sechs Siege“, hat Trainer Gustl Wilke vor Beginn der Rückrunde ausgemacht, „werden wir wohl brauchen.“

von Von Dirk Krampe

, 08.01.2009, 17:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zuzana Porvaznikova (l.) und Willemijn Karsten zeigen, wie gute Abwehrarbeit aussehen kann.

Zuzana Porvaznikova (l.) und Willemijn Karsten zeigen, wie gute Abwehrarbeit aussehen kann.

Und auch deshalb ist es eine spezielle Partie: Zwar reist Dortmund als Vorletzter zum Tabellenführer, muss aber dieses Spiel eigentlich unbedingt gewinnen. Wilke sagt: „Es müsste aber schon alles passen.“ Im Hinspiel in Wellinghofen zerstörte das klare 19:28 sofort die Euphorie bei den Dortmunderinnen, die eine starke Vorbereitung hinter sich hatten, dann aber im ersten Spiel nach ihrer Bundesliga-Rückkehr chancenlos waren. Dafür sorgten auf Seiten der „Elfen“ die drei tragenden Säulen im Bayer-Team.

Kreisläuferin Anna Loerper, Rückraum-Schützin Laura Steinbach und als Rückhalt Ex-BVB-Torfrau Clara Woltering, die die Dortmunderinnen mit ihren Paraden schier zur Verzweiflung brachte. Wilke hat sich das Video dieser Partie mit dem Team angeschaut und war beeindruckt: „Sie stehen zurecht dort oben in der Tabelle“, meint er. Den größten Unterschied sieht er im ausgeglichen besetzten Bayer-Kader: „Da kommt auch von der Bank einiges.“

Seinen Spielerinnen wird er in der Abschlussbesprechung vor allem mit auf den Weg geben, dass Abstiegskampf mit guter Abwehrarbeit beginnt. „Reine Kopfsache ist das“, glaubt Wilke, „denn der Weg nach hinten tut immer doppelt weh.“ Vor dem West-Schlager plagen den BVB mal wieder Personalsorgen. Gesine Paulus (Bronchitis) hat nicht trainiert, Julia Kunze (umgeknickt) kann nur geradeaus laufen. Größtes Sorgenkind aber ist Miranda Robben. Die Linksaußen plagt eine Adduktorenzerrung. Fällt sie aus, hat Wilke ein Problem. Wer immer dort aushelfen würde – es wäre eine reine Notlösung. Selbst Kandidaten gibt es nur wenige. Eine ist Svenja Spriestersbach.